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Wustermark Im Feuerwehrdepot ist es gefährlich
Lokales Havelland Wustermark Im Feuerwehrdepot ist es gefährlich
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19:24 29.04.2019
Ortswehrführer Fabian Kralisch kennt die Enge im Priorter Feuergerätehaus. Quelle: Jens Wegener
Priort

Das Feuerwehrgerätehaus in Priort hat Mängel. Nicht irgendwelche unbedeutenden, sondern solche, die für die Einsatzkräfte gefährlich sind und zudem den Einsatzablauf beeinflussen. So steht es im Gefahrenabwehrbedarfsplan der Gemeinde Wustermark. Deshalb müsste schnellstens ein Anbau her, um mehr Platz zu haben. Nur ist erst für 2021 geplant.

Quetschungsgefahr besteht

Jedes Mal wenn Ortswehrführer Fabian Kralisch (27) und die anderen Kameraden zum Einsatz gerufen werden, gibt es Gedränge im Gerätehaus. Es ist äußerste Vorsicht geboten, damit sich niemand verletzt. „Zwischen dem geparkten Fahrzeug und den Haken an den Wänden, an denen die Einsatzkleidung hängt, ist es eng“, sagt Kralisch.

Christian Lehmann wartet das Fahrzeug. Quelle: Jens Wegener

Etwa ein Meter ist Platz. „Und wenn der erste sich schon umzieht und andere, die im hinteren Bereich ihre Sachen haben, später eintreffen, dann muss der vordere jedes Mal Platz machen.“

Elstal hat Vorrang

Wegen Quetschungsgefahr aufgrund geringer Breite seien die Haken hinter und neben dem Fahrzeug zu entfernen und ein zusätzlicher gesonderter Umkleidebereich zu schaffen, sieht der Gefahrenabwehrbedarfsplan vor. Aber im Moment hat die Gemeinde Wustermark nicht das Geld, um diese Investition zu stemmen. Weil im Bereich Feuerwehr der wachsende Ortsteil Elstal Vorrang hat, dort das Gerätehaus erweitert und später sogar komplett neu gebaut und eine Drehleiter angeschafft werden muss.

Technik des Landkreises steht in Priort

Die Priorter Kameraden, es derzeit 19 aktive, darunter zwei Frauen, haben sich mit der Situation abgefunden, freuen sich aber trotzdem darauf, wenn das 1998 umgebaute Gerätehaus endlich größer wird. Dann kann auch die Technik unter Dach, die dem Landkreis Havelland gehört. „Die Katastrophenschutzeinheit des Landkreises ist bei uns stationiert“, sagt Fabian Kralisch und ergänzt: „Das ist ein in die Jahre gekommenes Einsatzfahrzeug und die Versorgungseinheit, eine moderne Form der früheren Gulaschkanone.“

Die neue (l.) und alte Versorgungstechnik der Katastropheneinheit des Landkreises steht in Priort. Quelle: Jens Wegener

Die stehen im Moment im Hof und werden bei größeren und vor allem längeren Einsätzen im Havelland gebraucht, um die Kameraden vor Ort mit Essen und Trinken zu versorgen.

Aufgrund der gemeinsamen Nutzung des Priorter Gerätehauses erhofft sich die Gemeinde Wustermark eine finanzielle Beteiligung des Kreises, wenn der Anbau erfolgt. Dort könnten sich dann auch die zwölf Mädchen und Jungen der Priorter Jugendfeuerwehr, angeführt von Pascal Kralisch, umziehen. Im Moment machen sie das zuhause, bevor sie zur Ausbildung ins Depot kommen.

Notstromanlage wird gebraucht

Auch technisch muss sich einiges verbessern im Gerätehaus. Gebraucht wird eine Abgasabsauganlage für die Einsatzfahrzeuge in der Halle und eine Drucklufterhaltungsanlage. Der Ortswehrführer: „Letzteres dient zur Verkürzung der Ausrückezeit. Vor allem im Winter, wenn die Fahrzeuge ungenutzt lange gestanden haben, verlieren sie Reifendruck. Der baut sich zwar wieder auf, aber dass kann zwei, drei Minuten dauern, bis wir losfahren können.“

Auch eine Notstromversorgung im Gerätehaus soll installiert werden. Und im Außenbereich wünschen sich die Priorter 20 Parkflächen für die Kameraden, wenn sie im Einsatzfall mit ihren Autos zum Depot kommen.

Von Jens Wegener

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