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Wustermark Kita „Wolkenschäfchen“ wird bis 2020 abgerissen
Lokales Havelland Wustermark Kita „Wolkenschäfchen“ wird bis 2020 abgerissen
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19:21 11.05.2018
Ein Teil der Kita „Sonnenschein“ in Elstal ist das Haus I „Wolkenschäfchen“. Es soll abgerissen werden. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark/Elstal

Nachdem alle Vor- und Nachteile sowohl aus pädagogischer wie auch aus finanzieller Sicht abgewogen wurden, haben die Wustermarker Gemeindevertreter nun eine Entscheidung bezogen auf die Kita-Landschaft in Elstal getroffen: Das Haus „Wolkenschäfchen“ wird nicht mehr grundsaniert sondern abgerissen. Dafür erhält das Haus II der Kita „Sonnenschein“ einen Anbau. Ziel ist, beide Vorhaben bis 2020 umzusetzen, so Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Die Verwaltung soll prüfen, ob Fördermittel beantragt werden können.

Beide Kindereinrichtungen liegen fast nebeneinander in der Schulstraße in Elstal und werden als eine Kita mit zwei Häusern geführt, Leiterin ist Karin Ries. Das moderne Haus II hatte im Februar 2015 einen Anbau erhalten, in dem 60 Kinder unter drei Jahren betreut werden können.

Seit 1956 als Kita genutzt

Das Haus „Wolkenschäfchen“ wird seit 1956 als Kita genutzt. Es hat eine Betriebserlaubnis für 69 Kinder und ist voll belegt. In den vergangenen Jahren waren nötige Investitionen in das „Wolkenschäfchen“ immer wieder verschoben worden. Erst im Wustermarker Doppelhaushalt 2017/18 sind pro Jahr 25 000 Euro für Modernisierungen in dem Gebäude eingestellt.

Vollsanierung kostet etwa 1 Million Euro

Doch diese Summe reicht hinten und vorne nicht, wie ein beauftragtes Ingenieurbüro inzwischen ermittelt hat. Sanitäreinrichtungen und die Trinkwasserleitungen müssten komplett erneuert werden, dazu Maler- und Fliesenarbeiten, die Instandsetzung der Decken und die energetische Sanierung der Fassade. Die Gemeindeverwaltung schätzt die Gesamtkosten auf rund 1 Millionen Euro. Und: „Alle Sanierungsarbeiten müssten bei laufendem Betrieb erfolgen, was für die Tagesabläufe in der Kita Schwierigkeiten mit sich bringen würde“, erklärte Holger Schreiber in der Gemeindevertretersitzung. Aus Sicht der Kita-Leitung und der Erzieherinnen wäre eine Konzentration der Kita an einem Standort die sinnvollste Lösung.

Skateranlage wird umgesetzt

Die Erweiterung des Hauses II der Kita „Sonnenschein“ ist teurer. Schätzungen inklusive Baunebenkosten gehen von 2,5 Millionen Euro aus. Aber man habe dann ein allen Anforderungen entsprechendes Gebäude und damit in den nächsten Jahren weniger Aufwendungen, hieß es. Zweiter Vorteil: Das bisherige Kitagebäude „Sonnenschein“ kann in der Bauphase uneingeschränkt genutzt werden.

Der auf dem Areal der Kita „Sonnenschein“ befindliche Skatepark soll vor dem Baustart umgesetzt werden. Die Gemeindevertreter sprachen sich für den Standort am Rand des künftigen Schulzentrums Elstal aus. „Das ist eine zentrale Lage. Wir müssen aber darauf achten, dass die Skater den Park auch außerhalb der Schulzeiten nutzen können“, so Tom Karrei (Grüne).

Von Jens Wegener

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