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Wustermark Kommunalwahl: WWG holt die meisten Stimmen in Wustermark
Lokales Havelland Wustermark Kommunalwahl: WWG holt die meisten Stimmen in Wustermark
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02:40 27.05.2019
In neuer Zusammensetzung beraten, streiten und diskutieren auch künftig die Wustermarker Gemeindevertreter. Hier: Das Wustermarker Rathaus.
In neuer Zusammensetzung beraten, streiten und diskutieren auch künftig die Wustermarker Gemeindevertreter. Hier: Das Wustermarker Rathaus. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

Gegen 1.30 Uhr war es soweit: Alle Stimmen für die Wustermarker Gemeindevertretung mit insgesamt 18 Sitzen waren ausgezählt. Aus der Wahl am Sonntag ging die WWG mit insgesamt 3540 Stimmen (27,2 Prozent) als stärkste Fraktion hervor, gefolgt von der Linke mit 3189 Stimmen (24,5 Prozent).

Die CDU brachte es auf 19,1 Prozent (2485 Stimmen), die SPD auf 15,7 Prozent (2040 Stimmen). Die Grünen erreichten 13,6 Prozent (1777 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,5 Prozent. Das endgültige Wahlergebnis wird in den kommenden Tagen verkündet.

„Mit einem so hohen Ergebnis habe ich ehrlich gesagt nicht gerechtet. Wir sind zufrieden und warten jetzt auf die Sitzverteilung“, sagte Ronald Mende (WWG) am Montag nach der Wahl. Er hatte Briefwahl beantragt und blieb von langen Wartezeiten vor den Wahlkabinen verschont. „Eigentlich habe ich das gemacht, um meinen Senioren die Wahlscheine bereits vorab zeigen zu können. Viele hatten regelrecht Angst vor der Abstimmung“, so der engagierte Wustermarker. Alles sei besser, als dass jemand aus Angst auf sein Stimmrecht verzichtet, so Mende.

CDU und SPD verlieren Prozente

Im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2014, aus denen die Wustermarker CDU als stärkste Fraktion hervorging, mussten die Christdemokraten 9,3 Prozentpunkte einbüßen. Die SPD erreichte 8,6 Prozent weniger Stimmen. Die große Überraschung war bei dieser Kommunalwahl die Wustermarker Wählergemeinschaft. Sie verbesserte ihr Wahlergebnis um gleich 9,3 Prozent und auch die Linke konnte sich über eine Steigerung von 6,4 Prozent freuen. Die Grünen erstarkten um 5,2 Prozent.

Zusammensetzung der Ortsbeiräte

Neben EU, Kreistag und Gemeindevertretern wurde in Wustermark am Sonntag außerdem über die neue Zusammensetzung der Ortsbeiräte abgestimmt.

Für die neue Zusammensetzung des Ortsbeirates Hoppenrade stimmten am Sonntag 208 Wähler ab. Die WWG liegt mit 358 Stimmen (61 Prozent) vor den Grünen mit 124 Stimmen (21,1) und den Linken mit 105 Stimmen (17,9).

In Buchow-Karpzow stimmten 247 Wähler für den neuen Ortsbeirat ab. Die WWG liegt mit 465 Stimmen (66,7 Prozent) vor der SPD mit 232 Stimmen (33,3).

Für den Ortsbeirat Wustermark stimmten am Sonntag 1500 Wähler. Die meisten Stimmen holte die WWG mit 35,6 Prozent (1482 Stimmen) gefolgt von der CDU mit 15,8 Prozent (657) und der SPD mit 13,8 Prozent (573). Ein Einzelvorschlag (Zunke) bracht es auf 12,8 Prozent, die Grünen auf 11,6 Prozent und der Einzelvorschlag Arras auf 10,5 Prozent.

Der Elstaler Ortsbeirat setzt sich künftig so zusammen: Die Linke erreichte mit 1698 Stimmen (31,6 Prozent) das mit Abstand stärkste Ergebnis. Die SPD folgt mit 1316 Stimmen (24,5 Prozent) und die CDU mit 15,7 Prozent und 844 Stimmen. Die Grünen erreichten in Elstal mit 811 Stimmen 15,1 Prozent, die WWG mit 712 Stimmen 13,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 55 Prozent.

Für den Ortsbeirat Priort wurde so abgestimmt: Die CDU erreichte 36,5 Prozent, die WWG 25 Prozent, die Linke 22,8 Prozent und die Grünen 15,7 Prozent.

Ergebnisse der Kommunalwahl 2014

Aus der letzten Kommunalwahl für die Gemeindevertretung ging die CDU mit 28,4 Prozent als stärkste Fraktion hervor, gefolgt von der SPD mit 24,3 Prozent. Die Linke kam 2014 auf 18,1 Prozent, dicht gefolgt von der Wustermarker Wählergemeinschaft mit 17,9 Prozent. Das Bündnis 90/Die Grünen kam auf 8,4 Prozent, der Einzelwahlvorschlag Skowrnowski auf 1,5 Prozent und der Einzelwahlvorschlag Speer auf 1,3 Prozent.

So stimmten die Wustermarker auf Kreisebene ab

Als klarer Sieger geht aus der Abstimmung über die Kreistagskandidaten bei einer Wahlbeteiligung von 58,4 Prozent die Linke mit 2883 Stimmen (22,1 Prozent) hervor. Die CDU liegt mit 16,1 Prozent (2109 Stimmen) knapp vor der SPD mit 16 Prozent (2094 Stimmen). Die AfD bringt es mit 1938 Stimmen auf 14,8 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 12 Prozent und 1568 Stimmen. Die Freien Wähler bringen es bei der Kreistagswahl in Wustermark mit 1344 Stimmen auf 10,3 Prozent.

So stimmten die Wustermarker für Europa

Mit 19,2 Prozent (843 Stimmen) lag die AfD bei der Europawahl in Wustermark vorne, gefolgt von der CDU mit 18,4 Prozent (806) und den Grünen mit 15 Prozent (659). Abgeschlagen mit 13,8 Prozent (605) landete die SPD auf Platz vier, knapp vor der Linken mit 12,3 Prozent (538). Die FDP erhielt 172 Stimmen.

Das offizielle Wahlergebnis verkündet der Wahlausschuss nach einer abschließenden Sitzung.

Von Laura Sander