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Wustermark Landrat auf der Priorter Mitfahrbank
Lokales Havelland Wustermark Landrat auf der Priorter Mitfahrbank
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18:39 02.07.2019
Mit Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (l.) nahm Landrat Roger Lewandowski in Priort auf der Mitfahrbank Platz. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

Per Anhalter von Priort nach Elstal – dieser Wunsch von Landrat Roger Lewandowski (CDU) ging am Dienstagmittag nicht in Erfüllung. Er hatte es sich neben Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) auf der neuen Mitfahrbank an der Chaussee in Priort bequem gemacht, das Schild „Elstal“ hochgeklappt – nur angehalten hat niemand. Vielleicht waren die Pressevertreter schuld, so dass die Autofahrer kaum sehen konnten, wer dort saß.

Ergänzung zum Busverkehr

Trotzdem war der Landrat des Lobes voll über diese Neuheit im Landkreis Havelland: „Gerade für den ländlichen Raum könnte das die Angebote des Busverkehrs ergänzen.“ Deshalb befürworte er die Absicht der Gemeinde Wustermark, in jedem der fünf Ortsteile so eine Mitfahrbank aufzustellen. Der Bürgermeister wurde konkret: „Ich denke, die nächste könnte am Brunnenplatz in Wustermark stehen.“

Vor einigen Jahren schon war im Priorter Verein Memoria die Idee zu solch einer Mitfahrgelegenheit geboren worden. Es dauerte eine Weile, Dagmar Dominiak von Memoria klemmte sich schließlich dahinter, Ende Mai stand die Bank. 1600 Euro wurde für die Sitzgelegenheit und die ausklappbaren Richtungsschilder (es gibt vier: Elstal, Wustermark, Falkensee und Havelpark) investiert. „Das könnte auch für andere Gemeinden interessant sein“, so Lewandowski. Im Demografie-Forum Havelland sollte dieses Projekt mal vorgestellt werden, regte er an.

Kegelbahn komplett saniert

Wie und wofür die 142 000 Euro ausgegeben wurden, die der Landkreis über Förderprogramme seit 2009 dem ESV Lok Elstal zur Verfügung gestellt hat, davon überzeugte sich der Landrat am Dienstag ebenfalls. Das führte am Ende sogar soweit, dass er sein Jackett auszog und auf der fast neuen Kegelbahn drei Kugeln schob.

Die sanierte Kegelbahn im Vereinsheim des ESV Lok Elstal testeten Falko Weiner (ESV), Roger Lewandowski, Holger Schreiber und Axel Demitrowitz (ESV, v.l.). Quelle: Tanja M. Marotzke

Beim besten Versuch fielen acht Kegel, Bürgermeister Holger Schreiber schaffte sechs. „Die Kegelbahn ist seit November 2018 wieder in einem Top-Zustand, sie hat sogar Wettkampfstatus“, erklärte Uwe Kreideweiß vom ESV Lok. Vier Bahnen gibt es, Kugelfang, Fußböden und Decken wurden erneuert, der Aufenthaltsraum saniert. Die Pächterin des Vereinsheimes Stefanie Nordhaus verwaltet die Bahn, nimmt die Bestellungen von Vereinen, Gruppen und Privatleuten an (Kontakt: 0151/52 56 17 65)

Hoffen auf neue Beregnungsanlage

Der Elstaler Sportverein, der im Moment etwa 400 Mitglieder vor allem in den Bereichen Fußball (14 aktive Mannschaften) und Gymnastik hat, ist gerade wieder dabei, ein Kegelteam aufzubauen. „Derzeit gibt es vier Mitglieder, die schon zu Wettkämpfen fahren. Wir hoffen auf Zuwachs“, sagt ESV-Präsident Axel Demitrowitz.

Das Geld vom Kreis ist auch in die Sanierung der Duschräume geflossen, eine Solaranlage gibt es auf dem Dach. Für 2020 hofft der ESV, der Eigentümer der Sportanlage ist und von der Gemeinde Wustermark finanziell unterstützt wird, auf einen Zuschuss für eine moderne Beregnungsanlage für die beiden Sportplätze.

Baugenehmigung für Dreifeldhalle in Elstal

Zum Abschluss der Stippvisite informierte Bürgermeister Holger Schreiber über den bevorstehenden Neubau der Dreifeldsporthalle in Elstal. „Die Baugenehmigung liegt vor, der Grundstein soll im September gelegt werden, so dass die Halle Ende 2020 fertig sein könnte“. 8,3 Millionen Euro, davon 2 Millionen für die Außenanlagen und Zuwegung, investiert die Gemeinde inklusive der 5,6 Millionen Euro Fördermittel vom Land.

Die Halle ist die erste Etappe auf dem Weg zum neuen Schulzentrum Elstal, wo neben der Heinz-Sielmann-Oberschule auch eine Grundschule und eine Mensa entstehen sollen.

Von Jens Wegener

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