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Wustermark Landwirt plant mobile Hühnerställe in Hoppenrade
Lokales Havelland Wustermark Landwirt plant mobile Hühnerställe in Hoppenrade
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06:32 15.05.2019
Fahrende Hühnerställe können mehrfach umgesetzt werden. Quelle: Privat
Wustermark

Wird der Wustemarker Ortsteil Hoppenrade über Nacht zu einem Hühnerparadies? Landwirt Gernot Engelmann, Geschäftsführer des Biobetriebes Wublitz Rind GbR mit Sitz in Hoppenrade, möchte die biologische Tierhaltung ausweiten und sechs mobile Hühnerställe in der Gemarkung Wustermark und in Teilen von Ketzin/Havel aufstellen. Insgesamt 6120 Hühner in Freilandhaltung sind geplant.

Die Kreisverwaltung hat die Gemeinde Wustermark um ihre Stellungnahme zu dem Vorhaben gebeten, weil die mobilen Hühnerställe einer Genehmigung bedürfen, da sie im Außenbereich von Hoppenrade platziert werden sollen und weil sie als Stall zählen, da sie zur dauerhaften Unterbringung der Tiere gedacht sind.

Votum in der Gemeindevertretung

Die Mitglieder des Wustermarker Bauausschusses haben kein Votum zu dem Vorhaben abgegeben, weil es noch offene Fragen gibt, wie Thomas Karrei (Grüne) sagte. Das Wichtigste aus seiner Sicht: „Muss die gesamte Fläche, und wir reden hier von mehr als 100 Hektar, im Besitz oder in der Pacht des Betreibers sein? Und kann man von artgerechter Haltung sprechen, wenn mehr als 1000 Tiere in so einem Wagen zusammengesperrt sind? Das alles soll in der Gemeindevertretersitzung am Dienstag (ab 18.30 Uhr in der Aula der Oberschule Elstal) geklärt werden, bevor die Abstimmung erfolgt.

Das Vorhaben bezieht sich auf 87 Flurstücke in der Gemarkung Hoppenrade und 13 in der Gemarkung Ketzin. Im Flächennutzungsplan der Gemeinde Wustermark ist das Gebiet als Ackerfläche ausgewiesen.

1020 Tiere pro Stall

Es handelt es sich um eine biologische Tierhaltung. Die von Gernot Engelmann favorisierten Hühnermobile sind etwa 21 Meter lang und sieben Meter breit. Jeweils 1020 Hennen finden darin Platz. Die Mobile sollen auf Stahlkufen stehen, was den Weitertransport erleichtert. Am jeweiligen Standort eines Hühnermobils wird ein Zaun aufgestellt, so dass die Tiere sich tagsüber in einem festgelegten Gebiet von etwa 4000 Quadratmetern bewegen können. Die Nacht verbringen sie im Mobil, damit die Tiere nicht vom Fuchs oder Habicht geholt werden. Am Tage, so Engelmann, werde sie geschützt durch Ziegen und künstliche Schutzvorrichtungen. Drinnen legen die Tiere die Eier. Für die Hühnerweidefläche sind insgesamt mehr als 100 Hektar vorgesehen.

Beispiel in Kuhhorst

Ein Beispiel, wo Hühnermobile seit mehreren Jahren gut funktionieren, ist der Ökohof Kuhhorst (Ostprignitz-Ruppin). Regelmäßig werden dort die Mobile auf frisches Grün umgesetzt. Etwa drei bis vier Wochen haben die Hühner Zeit, das jeweilige Revier abzugrasen. Das Umsetzen schone die Grasnarbe und die Belastung des Bodens werde so minimiert. Dieser Gastaufenthalt habe mehrere Vorteile: Die Hühner scharren und lockern den Boden, der gleichzeitig gedüngt durch die Exkremente gedüngt werde, so die Betreiber. Die meisten mobilen Hühnerställe funktionieren voll automatisch. Die Klappen öffnen und schließen sich nach einer Zeitschaltung, das Innere wird beleuchtet.

Von Jens Wegener

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