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Wustermark Weihnachtsaktion: Leser sammeln für neue Spielgeräte
Lokales Havelland Wustermark Weihnachtsaktion: Leser sammeln für neue Spielgeräte
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18:39 23.11.2018
Der große Kletterturm muss weg: Zu groß sind die Schäden, seit September ist das Gerät gesperrt. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Spielen, toben, sich nach einem langen Schultag so richtig auspowern – Bewegung an der frischen Luft ist essenziell für die kindliche Entwicklung und der beste Ausgleich zu Hausaufgaben und Handyspielen.

Kletterturm seit September gesperrt

Der große Kletterturm auf dem Gelände des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in der Ruppiner Straße 15 wurde in den vergangenen Jahren viel und gerne genutzt. Vor allem die Bewohner der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen profitierten von dem Spielplatz direkt vor ihrer Haustür. Im September war damit leider Schluss.

Erhebliche Mängel ließen Heimleitung und ASB-Geschäftsführerin Liane Stawemann-Walter keine andere Wahl, als das beliebte Spielgerät notdürftig mit Flatterband zu sperren. Auch die Schaukeln, der Bolzplatz und der improvisierte Buddelkasten haben ihre besten Tage hinter sich. Die therapeutische Wohngruppe, die an einem anderen Standort untergebracht ist, hat bislang kein einziges Spielgerät.

60 Kinder leben auf dem Gelände in der Ruppiner Straße

„Kinder brauchen Freiräume. Der Spielplatz ist besonders nach der Schule oder an den Wochenenden gut besucht. Der Kletterturm war ein zentrales Element, das jetzt wegbricht“, sagt Thomas Girnth, Leiter der stationären Hilfen zur Erziehung. Rund 60 Kinder im Alter von 4 bis 17 Jahren leben in sieben Gruppen auf dem Gelände in der Ruppiner Straße.

Leser spenden Sterntaler

Liebe Leser, Sie können auch 2018 wieder dafür sorgen, dass die MAZ-Weihnachts-Aktion ein voller Erfolg wird.

Wenn Sie spenden wollen, nutzen Sie bitte das Konto bei der Mittel-brandenburgischen Sparkasse, IBAN: DE 14 1605 0000 1000 5224 20.

Bitte das Kennwort „Sterntaler“ nicht vergessen.

Alle Spenden fließen in voller Höhe komplett in die Anschaffung neuer Spielgeräte.

Falls Sie eine Spendenquittung benötigen, vermerken Sie das bitte beim Überweisen.

Hinzu kommen weitere Kinder aus dem Familienprojekt, das ebenfalls auf dem Gelände angesiedelt ist. Zusätzlich profitieren all diejenigen von den Spielgeräten, die in der Ruppiner Straße die Angebote des ASB, wie Eltern-Kind-Gruppen, besuchen.

Ehemaliges Kinderheim „Clara Zetkin

Seit 1991 gehört die Kinder- und Jugendhilfe zu den Kernbereichen des ASB in Falkensee. Damals übernahm der Arbeiter-Samariter-Bund das Kinderheim „Clara Zetkin“ und entwickelte bis heute ein vielfältiges Betreuungs- und Hilfsangebot für Kinder, Jugendliche und Familien. „Heute steht die Hilfe zur Erziehung und die Eltern-Kind-Bindung ganz klar im Fokus unserer Arbeit.

Früher blieben Kinder oft jahrelang im Heim, bis sie dann selbstständig wurden. Das ist heute die Ausnahme“, weiß Steffen Golz. Er fing 1987 als Erzieher im Kinderheim „Clara Zetkin“ an und ist heute stellvertretender Leiter der stationären Wohngruppen. Gemeinsam mit Thomas Girnth ist er die erste Anlaufstelle für Kinder, die neu in die Gruppen kommen.

Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Havelland

„Die Kinder und Jugendlichen kommen aus dem ganzen Havelland. Oftmals spielen Probleme eine Rolle, die die Familien nicht mehr alleine lösen können.“ Körperliche Gewalt oder gar die Suchtproblematik eines Elternteils können Auslöser dafür sein, oftmals seien es jedoch ganz alltägliche Dinge, weiß Thomas Girnth.

„Schulverweigerung ist ein klassischer Auslöser. Die Kinder gehen los, kommen aber nicht an und die Eltern werden der Situation nicht mehr Herr“, so Girnth. „Wir leisten viel Klärungsarbeit und stehen im engen Kontakt zu den Eltern. Sobald es möglich ist, sollen die Kinder wieder Zuhause bei ihren Eltern leben, natürlich mit einer Nachbetreuung, um das Verhältnis zu festigen“, sagt Girnth weiter.

Ninja, Fangen, Indianer oder so...

Neben der stationären Betreuung, gib es ambulante Hilfen, betreutes Einzelwohnen, Tagesgruppen, ein Schulprojekt und viele weitere Angebote für Familien, die Hilfe zur Erziehung in Anspruch nehmen.

Momentan verbringen die Kinder und Jugendlichen mangels Spielgeräte viel Zeit im hauseigenen Jugendklub, dem „XXL“. „Wir haben echt gerne auf dem Kletterturm gespielt – Ninja, Fangen, Indianer oder so“, sagt Ryan (10). „Aber eine Seilbahn wär auch echt cool oder ein Wasserspielplatz für den Sommer. Um die Schaukeln gibt es eigentlich auch immer Streit, weil die so beliebt sind“, berichtet Leonie (10), die sich außerdem ein „echt riesiges“ Trampolin vorstellen könnte. Das allein kostet jedoch rund 3000 Euro zuzüglich Aufbau und Transport.

MAZ-Leser können helfen

Für solche Extras fehlt jedoch das Geld, denn die stationären Hilfen finanzieren sich vor allem aus Geldern der Jugendhilfe, die die Grundsicherung garantiert, und aus Spenden. Und genau da bitten wir in der diesjährigen MAZ-Weihnachtsaktion unsere Leser um Hilfe.

Von Laura Sander

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