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Wustermark Neujahrsempfang: Gemeinde hat 2019 viel vor
Lokales Havelland Wustermark Neujahrsempfang: Gemeinde hat 2019 viel vor
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14:24 27.01.2019
Ortsvorsteher mit Bürgermeister (v.l.): Matthias Kunze (Elstal), Uwe Menzel (Hoppenrade), Holger Schreiber (Bürgermeister), Roland Mende (Wustermark) und Harald Schöne (Buchow-Karpzow). Quelle: Ulrich Hansbuer
Wustermark

Die anhaltend gute Entwicklung sorgt auch für gute Stimmung. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Wustermark in der Aula der Grundschule „Otto Lilienthal“ zählte Bürgermeister Holger Schreiber eine lange Liste von Projekten auf, die im vergangenen Jahr abgearbeitet wurden und in 2019 auf den Weg gebracht werden: „Ein Riesendank an die engagierten Mitarbeiter der Verwaltung. Was mit nur 40 Mitarbeitern geleistet werden muss, ist schon enorm.“

Denn Wustermark und seine Ortsteile wachsen und wachsen weiter, so dass die Infrastruktur schnell nachgebaut werden muss. „Unsere Gemeinde hat sich sichtbar entwickelt. Das ist Grund, auch einmal stolz zu sein“, eröffnete Schreiber den Abend.

Gedenkminute für Opfer

Dass die momentane Entwicklung aber nicht selbstverständlich ist, wurde deutlich, als das Gemeinde-Oberhaupt an das Wustermark von vor 100 Jahren erinnerte: „8222 Menschen waren in der Kiezstraße gefangen, in einem Lager in Döberitz waren etwa 22000 Gefangene.“ Mit einer Gedenkminute wurde der im 1.Weltkrieg Gefallenen aus Wustermark gedacht.

Die Erweiterung der Grundschule Wustermark samt Dreifeldturnhalle – mit 3,2 Millionen Euro das größte und schwierigste Projekt der Gemeinde momentan – soll in diesem Sommer abgeschlossen werden. Gleichzeitig wird der Baubeginn der Dreifeldturnhalle samt Außenanlagen, ein 5 Millionen-Euro-Projekt in Elstal, für Herbst 2019 angestrebt, ebenso wie Planung und Baubeginn des neuen Schulzentrums Elstal: „Zwei Projekte, die in der Prioritätenliste 2019 oben stehen.“

Seniorenpflegezentrum wird eröffnet

Auch die Senioren der Gemeinde wurden bedacht. Mit der Eröffnung am 15.

Bürgermeister Holger Schreiber bei seiner Rede. Quelle: Ulrich Hansbuer

Juli 2019 des Seniorenpflegezentrums der Immanuel Stiftung in Elstal stehen erstmals 111 Pflegeplätze, samt Demenzplätzen und Tagespflege, zur Verfügung. Schreiber: „Damit schließen wir eine Versorgungslücke, und die Senioren mit ihren Familien können ein Leben lang in der Gemeinde bleiben.“ Mit dem Vertragsabschluss noch in diesen Tagen mit den Havelland-Kliniken wird auch die Gesundheitsfürsorge mit einem Gesundheitszentrum und einer Rettungsstation in Elstal verbessert.

Der Baubeginn im Olympischen Dorf und dass mit dem Bahn-Technologie-Campus (BTC) das größte Infrastrukturprojekt des Landkreises Havelland mit 20 Millionen Euro nun Fahrt aufgenommen hat, wird für einen weiter anhaltenden rasanten Wandel in Wustermark sorgen. Hinzu kommt, dass die dm-Kette 100 Millionen Euro in ein Logistikcenter investiert hat und dass bei Karls 2019 der Baubeginn im „Erdbeerland“ (altes Kasernengelände) für etwa 2000 Hotelbetten sein soll.

Schulden getilgt

Und dass die GVZ-Schulden von einst 16 Millionen-Euro nun auf Null getilgt wurden, die Vollvermarktung des GVZ im letzten Jahr erreicht wurde, sorgt für eine rosige Perspektive.

Ausdrücklich lobte Schreiber die Arbeit der Bürgerinitiative „Nicht ohne Wustermark“, die für das Fortbestehen des Haltepunktes Wustermark der künftigen Linie RB 21 eintritt: „Ich hoffe, dass wir mit ihr zusammen alles zu einem guten Ende in 2019 bringen.“

Dank von den Ortsvorstehern

Dass für den Kitt der Gesellschaft vor allem die ehrenamtlichen Gemeindemitglieder sorgen, wurde deutlich in den Reden der Ortsvorsteher. Harald Schöne aus Buchow-Karpzow dankte der Dorfgemeinschaft, die im letzten Jahr 9000 Blumenzwiebeln im Park gesetzt hat: „Hoffentlich gehen sie dieses Jahr alle auf.“ Er erinnerte aber auch daran, dass er für dieses Wahljahr noch 80 Wahlhelfer benötigt würden.

Ortsvorsteher Matthias Kunze aus Elstal erwähnte in seiner kurzen Rede („Der Bürgermeister hat ja alle tollen Projekte aus Elstal schon aufgezählt“) das am 5. Mai stattfindende Eisenbahnfest: „Auch da benötigen wir wieder jede Hand“.

Neue Drehleiter kommt bald

Uwe Menzel aus Hoppenrade freute sich besonders über Christoph Sass und Franco Gerike, die vor allem in der Freiwilligen Feuerwehr Großartiges leisten. „Die Feuerwehrleute riskieren ihr Leben für uns alle, wenn es sein muss “, betonte auch Schreiber. Zur Gefahrenabwehr wurde ein Drehleiter-Fahrzeug für rund 650000 Euro bestellt, das 2019 der Wustermarker Wehr übergeben werden soll.

Die Akkordeon-Gruppe der Kreismusikschule sorgte für die Musikalische Unterhaltung. Quelle: Ulrich Hansbuer

Das Thema Vandalismus in den Bahnhöfen Wustermark und Elstal war der einzige Kritikpunkt des Abends. „Können nicht das Ordnungsamt und die Polizei öfter mal vorbeifahren“, meinte Wustermarks Ortsvorsteher Roland Mende mit Blick auf den Bürgermeister. Der verwies auf eine niedrige Kriminalitäts-Statistik in Wustermark.

Musikschule sorgte für Unterhaltung

„Wir wollen ihre ehrenamtliche Arbeit, für die wir uns bedanken und die wir weiterhin brauchen, unterstützen, wo immer wir können“, meinte Bürgermeister Holger Schreiber zum Abschluss seiner Neujahrsansprache, bevor die havelländische Musikschule mit ihrer Akkordeon-Gruppe unter Leitung von Gudrun Block den offiziellen Teil beendete. Wustermark zum Jahreswechsel – eine glückliche und zufriedene Gemeinde. Das wurde auch am Buffet deutlich.

Von Ulrich Hansbuer

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