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Wustermark Moderne Notfallversorgung in der Klinik
Lokales Havelland Wustermark Moderne Notfallversorgung in der Klinik
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17:32 31.01.2019
Chefärztin Petra Wilke (l.) im neuen Anmeldebereich der Notfallversorgung in der Klinik Nauen. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen/Wustermark

Viele Handwerker auf den Fluren, überall wird geschraubt, werden Möbel und medizinische Geräte transportiert. Dazwischen bereits die ersten Patienten, die in der lokal veränderten Notfallversorgung in der Klinik Nauen aufgenommen wurden.

„Die Umbauphase hat begonnen, aber wir haben alles im Griff“, versichert die Chefärztin der Notfallversorgung für die Kliniken in Nauen und Rathenow Petra Wilke. Sie koordiniert nicht nur die medizinische Versorgung der Patienten, sondern ist in diesen Tagen auch noch so eine Art Bauleiter.

Umbau dauert etwa zwei Jahre

Die Notfallversorgung im ehemaligen ambulanten Zentrum ist nur eine Übergangslösung für etwa zwei Jahre. In der Zeit werden die künftig für Notfallpatienten und die Intensivmedizin vorgesehenen Räume im gegenüberliegenden Klinikgebäude (bisherige Rettungswache) umgebaut. Das ist mit rund 12 Millionen Euro (6 Millionen Euro kommen vom Land Brandenburg) eines der größten Investitionsvorhaben der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe.

„Unter anderem werden später drei statt nur ein Rettungswagen gleichzeitig zum überdachten Aufnahmepunkt fahren“, erklärt Kliniken-Geschäftsführer Jörg Grigoleit. Der Anmeldebereich der Notfallversorgung erhält ein neues Aussehen. Es wird Kurzzeitbetten geben, wo behandlungsbedürftige Patienten überwacht werden, bevor entschieden wird, ob sie stationär aufgenommen werden. Und es erfolgt die Trennung von ambulanten und stationären Notfallpatienten.

Neue Fahrzeugflotte kommt

Um das alles während des laufenden Betriebs hinzubekommen, müssen Klinikbesucher und Patienten geringe Einschränkungen hinnehmen, wie Klinik-Sprecherin Babette Dietrich erklärt: „Das Parken auf dem Rondell vor dem Eingang wird nicht mehr erlaubt, auch der Nauener Stadtbus fährt nicht mehr bis zum Eingang, sondern endet in der Ketziner Straße.“

Komplett modernisiert wird in den kommenden Jahren die Fahrzeugflotte der Kliniken-Gruppe. 2019 sollen die ersten vier von insgesamt 16 neuen Rettungs- und auch Notarztwagen in Dienst gestellt werden. „Die moderne Technik an Bord, unter anderem schon Geräte für die Telemedizin, ermöglichen es, dass schon während des Transportes alles für die Behandlung in der Klinik vorbereitet werden kann“, so Jörg Grigoleit. Ein modernes Rettungsfahrzeug kostet etwa 250 000 Euro.

Größter Arbeitegeber im Landkreis

Ganz oben auf der Prioritätenliste der Klinken-Gruppe steht die Gewinnung von Fachpersonal. Ein wichtiger Schritt ist die verstärkte Ausbildung von Alten- und Krankenpflegern in eigenen Einrichtungen in Nauen und Selbelang, für die die Klinken-Gruppe im Vorjahr die Zulassung bekommen hatte. „In drei Jahren können die ersten 25 Azubis ihren Abschluss machen, aber wir müssen intensiv arbeiten, um sie auch in den Einrichtungen der Unternehmensgruppe zu halten. Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Grigoleit.

Kooperation mit Wustermark

Eine Vereinbarung zum Ausbau der ambulanten medizinischen und sozialen Versorgung im östlichen Havelland (Letter of Intent) haben am Donnerstag der Geschäftsführer der Havelland Kliniken Gruppe Jörg Grigoleit und Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber unterzeichnet.

Darin ist vorgesehen, eine Doppelarztpraxis in Wustermark zu einem Landambulatorium zu machen, wo auch verschiedene Fachärzte Sprechstunden abhalten.

Neu entstehen soll 2020/21 ein Gesundheits- und Familienzentrum im Olympischen Dorf in Elstal nach dem Vorbild von Premnitz. Diverse Fachärzte, eine Apotheke, präventive Betreuungsangebote werden dort untergebracht.

Gebaut wird zudem ein Seniorenpflegezentrum in Wustermark, geplant ist auch eine Rettungswache in Elstal.

Kliniken-Geschäftsführer Jörg Grigoleit (r.) und Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber bei der Unterzeichnung. Quelle: Tanja M. Marotzke

Ein weiteres Augenmerk legt der mit mehr als 2000 Beschäftigten mittlerweile größte Arbeitgeber im Landkreis Havelland auf den Ausbau des ambulanten Pflegedienstes, auf die Digitalisierung in den Bereichen Medizin und Pflege (was aus Datenschutzgründen sehr aufwendig ist, so Grigoleit), auf die Einführung des Aufnahme- und Belegungszentrums am Standort Rathenow und den Bau des Gesundheits- und Verwaltungszentrums in Nauen – bisher ist die Personalverwaltung der Kliniken in einem Gebäude am Lindenplatz in Nauen untergebracht.

Von Jens Wegener

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