Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wustermark Neuer Ortsrandweg zur Verkehrsberuhigung im Wohngebiet
Lokales Havelland Wustermark Neuer Ortsrandweg zur Verkehrsberuhigung im Wohngebiet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:20 11.10.2019
Hoppenrade aus der Vogelperspektive. Etwa in der Mitte befindet sich derzeit der landwirtschaftliche Betrieb. Quelle: Hartmut Schönduwe
Hoppenrade

Wer aus Wustermark kommend in Hoppenrade zum Spargelhof möchte, kennt die enge und unübersichtliche Kurve hinter dem Ortseingang in den Knoblaucher Weg. Und die Bewohner der Einfamilienhäuser im Knoblaucher Weg sind verärgert, weil sie beim Einfahren auf die L 204 jedes mal mit gefährlichen Situationen rechnen müssen. Und weil nicht nur der Besucherverkehr zum Spargelhof durch das Wohngebiet verläuft, sondern auch die Trecker und anderen Maschinen des landwirtschaftlichen Betriebes WHB Marktfrucht GmbH dort entlang fahren, um auf den Hof der Firma zu kommen.

WHB-Marktfrucht will umziehen

Dieses Verkehrsproblem könnte gelöst werden. Einen ersten Schritt haben die Wustermarker Gemeindevertreter jetzt gemacht. Sie gaben rund 38 000 Euro frei für die Planung eines neuen Ortsrandweges in Hoppenrade. Anstoß dazu gab der geplante Umzug des Agrarbetriebes aus dem Wernitzer Weg in eine ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche am Knoblaucher Weg. „Diese Fläche gehört uns schon“, sagt WHB-Geschäftsführer Gernot Engelmann. Die Verlagerung des Firmensitzes soll auch deshalb erfolgen, weil der Betrieb demnächst sechs große Silos zur Lagerung von Getreide errichten will und dadurch der landwirtschaftliche Verkehr zunehmen wird. „Wir bräuchten mit dem neuen Ortsrandweg nicht mehr durch den Knoblaucher Weg und auch nicht mehr durch den bewohnten Teil des Wernitzer Weges fahren“, so Engelmann.

Ein Weg mit mehreren Ausweichstellen

Die mögliche Trasse beginnt, aus Buchow-Karpzow kommend. kurz hinter dem Ortseingang Hoppenrade, führt nach links über die Felder und mündet in den noch unbewohnten Teil des Wernitzer Weges. „Das soll keine super ausgebaute Straße werden“, sagt Wustermarks Bauamtsleiter Wolfgang Scholz. Nach ersten Überlegungen werde der Weg auf einer Länge von rund 1400 Metern in einer Fahrbahnbreite von 3,50 bis zu 4,75 Metern zuzüglich einiger Ausweichstellen (alle 200 bis 300 Meter) für den Begegnungsverkehr mit Lkws und landwirtschaftlichen Fahrzeugen gebaut. Das anfallende Regenwasser soll in parallel zur Fahrbahn zu errichtenden Sicker- und Verdunstungsmulden abgeleitet werden. Außerdem sind Bäume entlang des Weges vorgesehen.

Platz für neue Häuser

Neben der Verkehrsberuhigung im Zentrum Hoppenrades ergeben sich durch den Wegebau weitere Vorteile: Das Ortsbild werde aufgewertet, weil ehemals gewerblich genutzte Flächen im Wernitzer Weg frei werden und für zusätzlichen Wohnraum bereitgestellt werden könnten, so Scholz. Und: „Der Besucherverkehr zur Spargelsaison aus Richtung Potsdam könnte gleich hinter dem Ortseingang abbiegen und würde nicht mehr durch Hoppenrade rollen.“

Ohne Fördermittel geht es nicht

Wenn im kommenden Jahr die konkrete Planung für den Ortsrandweg beginnt, heißt das aber noch nicht, dass der auch gebaut wird, denn: „Die Planung ist erstmal die Grundlage für das Beantragen von Fördermitteln“, sagt Wolfgang Scholz. Bis zur Genehmigung könnten einige Jahre vergehen. Für ihn sei es nur schwer vorstellbar, dass die Gemeinde Wustermark dieses Vorhaben ohne Fördermittel umsetzt.

Von Jens Wegener

Die vier noch unbebauten Grundstücke in der Eulenspiegel-/Scharnhorstsiedlung in Elstal sorgen nach wie vor für Diskussionen und Ärger. Der Eigentümer will Baurecht für alle, die Gemeinde schlägt einen neuen Kompromiss vor.

11.10.2019

Was sich beim Late-Night-Shopping am Freitag in Elstal abgespielt hat, grenzte an einen Ausnahmezustand. Radwege, Fußwege, Bushaltestellen waren zugeparkt. Das Parkleitsystem hat nicht funktioniert. Auch der Busverkehr war zusammengebrochen. Jetzt soll es Konsequenzen geben.

09.10.2019

Vor dem Wustermarker Rathaus protestierten am Dienstagabend Mitglieder der Mieterinitiative Elstal. Sie wünschen sich eine frühzeitige Informationen aus der Verwaltung bei neuen Bauprojekten. Außerdem kämpfen sie gegen Miethaie.

09.10.2019