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Wustermark Sechs große Getreide-Silos werden errichtet
Lokales Havelland Wustermark Sechs große Getreide-Silos werden errichtet
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19:26 30.08.2019
In Ketzin/Havel betreibt das Unternehmen BayWa nur noch bis 2021 den Agrarhandel und damit diese Getreidesilos. Quelle: Tanja M. Marotzke
Hoppenrade

Knapp zwölf Meter hoch sind die sechs Getreidesilos, die demnächst im Knoblaucher Weg, vor dem Spargelland Hoppenrade, aufgestellt werden sollen. Nicht der Spargelbauer sondern der örtliche landwirtschaftliche Betrieb WHB Marktfrucht GmbH will die Anlage errichten. Auf Anfrage des Bauordnungsamtes des Landkreises Havelland hat die Gemeinde Wustermark zu dem Vorhaben eine positive Stellungnahme abgegeben. Zuvor gaben die Wustermarker Gemeindevertreter dem Vorhaben ihre Zustimmung.

Rund 600 000 Euro werden investiert

Die beantragte Siloanlage soll zur Einlagerung der in Hoppenrade produzierten landwirtschaftlichen Produkte Getreide und Raps dienen, so WHB-Geschäftsführer Gernot Engelmann. Jedes Silo hat einen Durchmesser von 13,43 Meter und eine Gesamthöhe von 11,37 Meter. Die Kapazität liegt bei 1159 Kubikmetern. Die WHB investiere etwa 600000 Euro, so Engelmann.

Nötig seien die Silos vor allem, weil die BayWa AG das Areal des ehemaligen Kraftfuttermischwerkes an der Ketziner Havel nur noch bis 2021 betreibt und dann dieser Lagerplatz für Getreide wegfällt, so Engelmann. Die WHB GmbH liefert bisher nach Ketzin einen Großteil ihres Getreides und muss sich dann eigene Lagerkapazitäten schaffen.

Etwa 185 Fahrten pro Jahr zu den Silos

Das Ja der Gemeinde Wustermark ist an zwei Bedingungen geknüpft worden. Die Transporte zu der Siloanlage haben möglichst über die vorhandenen landwirtschaftlichen Wege zu erfolgen. Und es ist von der WHB Marktfrucht GmbH der Nachweis über die Nutzung des Löschwasserbrunnes vom Nachbargrundstück (Spargelland) zu erbringen, um im Brandfall ausreichend Wasser zur Verfügung zu haben.

Zu beiden Vorhaben hat sich der WHB-Geschäftsführer Gernot Engelmann im Ortsbeirat Hoppenrade und im Bauausschuss Wustermark geäußert. Demnach seien innerhalb der Erntezeit, also ein Zeitraum von etwa sechs Wochen, 185 Fahrten zu den Silos zu erwarten. „Wir reden von etwa fünf Fahrten pro Tag, bei einer Sechs-Tage-Woche“, so Engelmann. Der spätere Abtransport des Getreides sei im Vorab zeitlich nicht genau bestimmbar, erfolge aber über einen Zeitraum von etwa 12 Wochen, so dass etwa 2 bis 3 Fahrten pro Tag anfallen würden.

Transporte gibt es auch jetzt schon

Wobei Gernot Engelmann klarstellt: „Diese Transporte fallen nicht alle zusätzlich an, weil die in Hoppenrade produzierten landwirtschaftlichen Produkte – durchschnittlich 5500 Tonnen pro Jahr – schon immer über öffentliche Straße abgefahren werden.“ Er gehe davon aus, dass sich das Verkehrsaufkommen mit der Getreidesiloanlage eher verringert gegenüber der Anzahl der Fahrten, wenn Kartoffeln und Zückenrüben abgefahren würden.

Vereinbarung zur Brunnennutzung

Die Löschwasserversorgung ist aus Sicht von Gernot Engelmann gesichert. Zum einen gibt es in 210 Meter Entfernung von den künftigen Silos einen Hydranten des Ortsnetzes, zum anderem werde die WHB mit dem Eigentümer des Spargellandes Hoppenrade eine Vereinbarung treffen, in der die Nutzung des dortigen Feuerlöschbrunnens festschreibt.

Im Flächennutzungsplan der Gemeinde Wustermark ist das betroffene Gebiet für die Silos als Fläche für die Landwirtschaft „Acker“ ausgewiesen.

Von Jens Wegener

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