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Wustermark Seniorenzentrum der Immanuel Diakonie eröffnet
Lokales Havelland Wustermark Seniorenzentrum der Immanuel Diakonie eröffnet
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19:03 14.06.2019
Der neue Gebäudekomplex in Elstal bietet Platz für 111 pflegebedürftige Menschen. Quelle: Tanja M. Marotzke
Elstal

Eine große Lücke in der sozialen Infrastruktur der Gemeinde Wustermark ist geschlossen. Freitag hat die Immanuel Albertinen Diakonie in Elstal ein Seniorenpflegezentrum eröffnet. Montag werden die ersten beiden Bewohner einziehen. Insgesamt bietet das moderne Haus 87 Einzelzimmer (etwa 20 Quadratmeter) mit integrierten, behindertengerechten Sanitärbereichen und 12 Partnerzimmer. Die 111 Plätze verteilen sich auf drei Wohnebenen. Dazu gibt es 16 Tagespflegeplätze.

11 Millionen Euro investiert

Für rund 11 Millionen Euro ist in der Eduard-Scheve-Allee, neben dem Bildungszentrum des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, ein Komplex, entstanden, in dem ältere Menschen die letzte Zeit ihres Lebens verbringen können. „Es ist nicht nur ein fantastisches Gebäude geworden, wir sind auch beim Termin und dem Budget im Plan geblieben“, sagte Udo Schmidt, Direktor der Immanuel Diakonie während der zweistündigen Eröffnungszeremonie.

In nur 14 Monaten ist der Gebäudekomplex entstanden, der zur Seite der Rosa-Luxemburg-Allee die Balkone ausweist.

Ein Blickfang im Foyer ist die Pflanzenwand. Quelle: Tanja M. Marotzke

Innen gibt es neben den Zimmern zudem mehrere große Aufenthaltsbereiche.

Besonders erfreut zeigte sich am Freitag die Pflegedienstleiterin des neuen Hauses Silvana Heller-Krebs, „weil wir schon jetzt 15 sehr gute Pflegekräfte und eine Ergotherapeutin haben und noch viele Bewerbungen auf meinem Tisch liegen.“ Insgesamt seien rein rechnerisch 40 Vollzeitstellen im Pflegebereich geplant, die sich aber auf weit mehr Teilzeitstellen verteilen.

Bezugspflege wird angestrebt

Um die Pflege älterer Menschen in höchster Qualität machen zu können, strebe man eine Bezugspflege an. „Grundlage dafür sind überschaubare Pflegeteams und der Aufbau von Beziehungen. Die Mitarbeiter sollen Bezugspersonen für die Bewohner werden“, erklärte Heller-Krebs.

Teile des Pflegepersonals gaben das Gebäude frei. Quelle: Tanja M. Marotzke

Zudem lege man auf Individualität und Selbstbestimmung großen Wert. Es gebe zum Beispiel keine vorgeschriebenen Essenszeiten. Jeder könne das nach seinem Empfinden für sich festlegen.

Mit Speisen versorgt werden die Bewohner in der benachbarten Mensa der Servicedienste Elstal GmbH. Und weil die Leute auch bei Eis, Schnee und Regen hin und her gehen müssen, wurde ein unterirdischer Verbindungsgang gebaut.

Gewinn für die Gemeinde Wustermark

2008 hatte die Immanuel Diakonie bereits die 102 behindertenfreundlichen und barrierefreien Wohnungen (Servicewohnen Elstal) vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Elstal übernommen. Viele der Bewohner waren Freitag bei der Einweihung des Pflegezentrums dabei. Auch der Elstaler Karl-Heinz Rabenseifner: „Ich wohne seit drei Jahren mit meiner Frau hier und freue mich über das neue Haus, weil wir jetzt sicher sein können, in Elstal bis zum Lebensende bleiben zu können.“

Als „sensationellen Bau, der sich wunderbar in das vorhandene Ensemble einpasst“, bezeichnete Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber das Pflegezentrum. „Viele Elstaler, aber auch Zugezogene haben jetzt die Möglichkeit, pflegebedürftige Angehörige im Bedarfsfall hier in der Gemeinde ihren Lebensabend verleben zu lassen.“

Von Jens Wegener

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