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Wustermark Umweltbeirat in Wustermark gegründet
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20:36 25.04.2018
Fabian Streich und Alexandra Livet gehören zum Umweltbeirat. Quelle: Foto: Jens Wegener
Wustermark

Das Wort Umweltbeirat führt ein wenig irre. Denn der gerade gegründete Umweltbeirat Wustermark will nicht nur auf Natur und Umwelt reduziert werden. „Wir sind keine Baumkuschler. Wir wollen die Gemeinschaft in der Gemeinde Wustermark, die mehr und mehr verloren geht, aufleben lassen und pflegen“, sagt Alexandra Livet.

Die Elstalerin gehört zu den sieben Gründungsmitgliedern der „offenen Vereinigung“. Sie ist gemeinsam mit dem Elstaler Fabian Streich gleichzeitig auch Sprecher des Beirates und Ansprechpartner für künftige Interessenten.

Idee stammt von Tobias Bank

Die Idee, solch ein lockeres Gremium in Wustermark zu schaffen, sei von Linken-Politiker Tobias Bank, der auch Mitglied ist, gekommen, sagt Alexandra Livet. Ausgangspunkt war die Verdichtung der Eisenbahnersiedlung in Elstal.

Gemeinsam mit Bank habe sie Unterschriften bei den Anwohnern gegen die zusätzliche Bebauung und den damit verbundenen Abriss vieler Gärten und Schuppen gesammelt und dabei festgestellt: „Viele Dinge können die ehrenamtlich tätigen Gemeindevertreter schon aus Zeitgründen gar nicht wissen. Trotzdem müssen sie aber für die Gemeindeentwicklung wichtige Entscheidungen treffen. Was besonders schwer ist, wenn sie aus anderen Ortsteilen kommen.

Experten einladen und befragen

Im Umweltbeirat wollen wir versuchen, Experten zu bestimmten Themen zu gewinnen, die in Vorträgen den Bürgern und aus Kommunalpolitikern die Möglichkeit geben, sich speziell zu informieren.“

Natürlich würden Naturthemen eine große Rolle spielen. Aber auch die Infrastruktur. „Die ist derzeit mit der Anbindung Wustermarks an die Regional brandaktuell. Wir sammeln dazu Stimmen, Meinungen, Hintergründe und können das den Gemeindevertretern und den Einwohnern bei Bedarf zur Verfügung stellen“, sagt Student Fabian Streich, der sich auch im Kinder- und Jugendparlament Wustermark engagiert.

Beirat will in Ausschüssen mitreden

Großes Ziel des Umweltbeirates, der parteiübergreifend agieren will, ist es, in der Wustermarker Hauptsatzung verankert zu werden und damit das Recht zu haben, in den Ausschüssen der Gemeindevertretung mitreden zu dürfen. „Wir sind jetzt dabei, eine Satzung für den Umweltbeirat zu erarbeiten, so dass jeder sehen kann, was wir wollen und machen“, so Streich weiter.

Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder, die bisher aus Wustermark, Dyrotz, Wernitz und Elstal kommen, im Moment noch an wechselnden Orten. Es gibt eine E-Mail-Adresse (umweltbeirat@14641wustermark.de), eine Homepage soll folgen. „Interessierte Mitstreiter sind jederzeit willkommen, auch aus den Ortsteilen Buchow-Karpzow, Hoppenrade und Priort“, sagt Fabian Streich.

Wer mit dem Umweltbeirat direkt in Kontakt kommen will, kann das am 5. Mai in Elstal machen. Als erste Aktion haben die Mitglieder einen Frühjahrsputz organisiert.

Von Jens Wegener

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