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Wustermark Was tun, wenn’s brennt? Wustermarker Feuerwehr übt im Forst
Lokales Havelland Wustermark Was tun, wenn’s brennt? Wustermarker Feuerwehr übt im Forst
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17:54 26.05.2019
Die Wustermarker Feuerwehr übte mit Verstärkung aus Nauen für Fall eines Waldbrandes.
Die Wustermarker Feuerwehr übte mit Verstärkung aus Nauen für Fall eines Waldbrandes. Quelle: Foto: Julian Stähle
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Wustermark/Nauen

Der Forst bei Brieselang brennt – so das Szenario einer Waldbrandübung am Sonnabend.  

Teileinheiten der Ortsfeuerwehr Wustermark und Unterstützungskräfte aus Nauen hatten sich dabei zu einer gemeinsamen Übung zusammengefunden. Der Einsatzleitwagen des Landkreises, ein Waldbrandtanker aus Nauen und ein Löschgruppenfahrzeug aus Wustermark begaben sich dazu Samstagfrüh in den Forst bei Brieselang. Einige Kameraden nutzten die Gelegenheit, einen Ausbildungsdienst praktisch umzusetzen.

Waldbrände werden immer häufiger – auf diesen Ernstfall wollen die Wustermarker gut vorbereitet sein. Sie probten mit Kameraden aus Nauen im Brieselanger Forst.

In den letzten Wochen hatte es wenig geregnet. Die Waldbrandwarnstufen waren teilweise auf höchster Stufe und das macht sich auch im Brieselanger Forst bemerkbar. Wenn der Regen ausbleibt, trocknen die Wälder in Brandenburg Stück für Stück aus. Schon 2018 gab es einen Rekordsommer und auch eine gestiegene Anzahl von Waldbränden. Auch in diesem Jahr brannten bereits Wälder. Die Kameradinnen und Kameraden, die am Samstagmorgen beim Ausbildungsdienst teilnahmen, übten ein klassisches Waldbrand-Szenario.

Waldbrandtanker unterwegs

Etwa 200 Meter vom Weg entfernt gab es eine große Brandstelle. Die Fahrzeuge mussten sich auf den Wegen aufstellen, eine lange Wegstrecke mit Schläuchen verlegen und mit zwei Rohren das Feuer bekämpfen. Der Waldbrandtanker aus Nauen fungierte als Löschwasser-Zufuhr und fuhr im Pendelverkehr Wasser an die Einsatzstelle.

Löschwasser vom Kanal

Dafür entnahm er das Löschwasser aus einem offenen Gewässer. Das bedeutete, der Waldbrandtanker konnte direkt am Kanal in Brieselang das Löschwasser aufnehmen und an der Einsatzstelle schließlich an das Löschfahrzeug abgeben. So wurde sichergestellt, dass genügend Löschwasser im Wald vor Ort war. Einen weiteren Effekt hatte die Übung, denn mit dem Löschwasser füllten die Kameraden ein natürliches Wasserbecken für die Wildtiere auf.

Pendelverkehr klappte

Der Übungsleiter vor Ort, Andreas Müller, war mit der Aufstellung der Kameraden sehr zufrieden. Die Abgabe des Löschwassers im Pendelverkehr klappte reibungslos. Auch die Handgriffe bei dem Aufbau der Wasserversorgung liefen rund. Eine kleine Unterbrechung der Übung nutzten die Kameraden für ein Frühstück im Wald. Alles in allem ein sehr positives Feedback.

Von Julian Stähle