Wustermark: Darum ist das superschnelle Internet nicht mehr weit
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Wustermark: Darum ist das superschnelle Internet nicht mehr weit

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16:03 08.09.2021
Glasfaserkabel sollen im gesamten Gemeindegebiet von Wustermark verlegt werden.
Glasfaserkabel sollen im gesamten Gemeindegebiet von Wustermark verlegt werden. Quelle: Sina Schuldt
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Wustermark

Einen Highspeedanschluss mit einer Downloadgeschwindigkeit von aktuell bis zu 2500 MBit pro Sekunde – das könnte in den nächsten Jahren für (fast) alle Wustermarker Realität werden. Superschnelles Internet, telefonieren und Fernsehen in hoher Qualität verspricht der neue Partner der Gemeinde – die DNS:NET Internet Service GmbH. Dienstag wird Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterschreiben. Zuvor hatten sich die Gemeindevertreter einstimmig zu dem Projekt bekannt. Wustermark ist damit die zweite Kommune im Osthavelland, nach Dallgow-Döberitz, die einen Vertrag mit DNS:Net abschließt. In Brandenburg ist DNS:NET sehr aktiv.

Telekom hat nicht reagiert

„Die Deutsche Telekom konnte bislang keinen konkreten Termin benennen, zu dem auch in unterversorgten Bereichen unseres Gemeindegebietes leistungsfähige Internetanschlüsse mit Glasfasertechnik hergestellt werden sollen. Deshalb hat die Verwaltung das Gespräch mit einem weiteren Telekommunikationsanbieter gesucht“, erklärte der Bürgermeister.

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Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Bürger sind mit einem Glasfaseranschluss technisch auf dem neuesten Stand für die nächsten Jahre, nicht nur was Surfen und Telefonieren und TV in HD-Qualität angeht, „es sind reibungslose Videokonferenzen im Homeoffice, die Nutzung von Clouddiensten, von Telemedizin und die Haustechniksteuerung möglich“, erklärte Hardy Heine von DNS:NET in der Gemeindevertretersitzung.

Bagger und Rüttelmaschinen sind im Einsatz, wenn Glasfaserkabel verlegt werden. Quelle: Johanna Uminski

Er warb dafür, dass sich möglichst viele Wustermarker Hauseigentümer zügig für einen solchen Anschluss entscheiden, damit es schnell losgehen könne. Zweitens sei für die Kunden, die sich im Vorfeld dafür entscheiden (mindestens 50 Prozent der Eigentümer müssen es sein), der Hausanschluss kostenfrei. „Wir legen das Kabel von der Straße bis ins Haus, bohren ein Loch und bauen eine Dose an, die nicht viel größer ist als eine Steckdose“, so Heine. Im Haus selbst sei dann der Kunde für die weitere Verkabelung oder die Wlan-Verbindungen zuständig.

Es muss gebuddelt werden

Ein Nachteil bei dem Vorhaben: Alle Glasfaserkabel müssen in der Straßen, im Gehweg oder im Grünstreifen verlegt werden. Das ist dort besonders ärgerlich, wo Straße und Gehweg erst kürzlich neu gemacht wurden. „Wir sind verpflichtet, nach Ende der Bauarbeiten alles wieder so herzurichten, wie es war“, sagte Hardy Heine.

Für die Gemeinde Wustermark gebe es kein finanzielles Risiko, denn DNS:NET übernimmt alle Erschließungskosten. Man rechne in Wustermark mit Investitionskosten von etwa zehn Millionen Euro.

50 Prozent Vorverträge sind das Mindestziel

„Nach einer bereits erfolgten Markterkundung ist beabsichtigt, noch in diesem Jahr erste Ausbaustufen umzusetzen“, sagte Heine. Bei weniger Resonanz als der Hälfte aller Eigentümer oder bei späteren Zusagen nach Baubeginn müssen die Nutzer mit Kosten in Höhe von 500 bis 1400 Euro rechnen.

Wenn zu einem vorher festgelegten Stichtag 50 Prozent der Vorverträge abgeschlossen seien, beginne bei DNS:NET die acht- bis zwölfwöchige Planungsphase. Parallel dazu könnten weitere Vorverträge abgeschlossen werden, so Hardy Heine. Danach erfolgen die Bauarbeiten, die in der Regel innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein würden.

Von Jens Wegener