Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wustermark Hohe Geldsumme mit Enkeltrick erbeutet
Lokales Havelland Wustermark Hohe Geldsumme mit Enkeltrick erbeutet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:21 30.03.2020
Die Polizei warnt davor, Unbekannten Geld zu übergeben. Quelle: dpa
Anzeige
Wustermark

Um eine hohe Geldsumme wurde ein 85-jähriger, der auf den Enkeltrick hereingefallen war, betrogen. Der Wustermarker hatte nach ersten Ermittlungen bereits am vergangenen Dienstag einen Anruf von seiner angeblichen Enkelin erhalten.

Mit Bitte um Geheimhaltung fragte die Frau, ob er ihr 4000 Euro für einen Notar leihen könnte. Der Mann holte das Geld von der Bank und übergab es einem unbekannten Mann – dem angeblichen Notar. Am Tag darauf rief die vermeintliche Enkelin erneut an und fragte nach einer noch höheren Summe für einen angeblichen Hauskauf.

Anzeige

Angeblicher Bankmitarbeiter

Daraufhin holte der Mann wiederum Bargeld von der Bank und übergab es erneut einem Unbekannten, der sich als Bankmitarbeiter ausgab. Erst als der 85-Jährige am Samstag schließlich einen Anruf von seiner echten Enkelin erhielt, flog der Schwindel auf. Daraufhin wurde umgehend die Polizei informiert und eine Strafanzeige wegen Betrugs aufgenommen.

Zeugen beschrieben den Täter in beiden Fällen als etwa 160 bis 170 cm groß und korpulent sowie etwa 35 bis 45 Jahre alt. Die Polizei bittet Zeugen, die am Dienstag oder Mittwoch vergangener Woche in Wustermark verdächtige Beobachtungen gemacht haben, die mit diesem Betrug in Verbindung stehen könnten, sich an die Inspektion Havelland unter 03322/2750 zu wenden.

Polizei warnt vor Betrugsmasche

Die Polizei warnt abermals eindringlich vor solchen Betrugsmaschen und gibt Verhaltenshinweise: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und sich nicht selbst mit Namen vorstellen. Antworten Sie auf die Aufforderung „Rate mal, wer hier dran ist“ nicht mit den wirklichen Namen oder der Stellung von Verwandten.

- Erfragen Sie Details beim Anrufer, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!

Nicht drängen lassen

Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben beispielsweise durch einen Anruf bei Ihren tatsächlichen Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können! Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!

Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald der Anrufer Geld von Ihnen fordert. Bevor Sie jemandem ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle!

Vor Übergabe die Polizei informieren

Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind! Falls Sie schon eine Geldübergabe vereinbart haben, dann informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei, erreichbar unter der Nummer 110. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, auch wenn kein Schaden entstanden ist. Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über mögliche Betrugsmaschen und unsere Verhaltenshinweise!

Weitere Tipps zum Schutz vor dem Enkeltrick und anderen Formen des Trickbetruges erhalten Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de, in den Broschüren „Sicher Leben“ und „Sicher zu Hause“ des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) sowie bei jeder Polizeidienststelle.

Von MAZ Havelland