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Havelland Zitterpartie für Dezernenten
Lokales Havelland Zitterpartie für Dezernenten
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06:27 27.01.2017
Auch für Grünes verantwortlich: Thomas Zylla (r.)
Auch für Grünes verantwortlich: Thomas Zylla (r.) Quelle: Archiv
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Falkensee

Am Ende war es denkbar knapp: Thomas Zylla brauchte 19 Stimmen. Und genau die bekam er am Mittwochabend. Mit absoluter Mehrheit verzichteten die Falkenseer Stadtverordneten darauf, die Stelle des Beigeordneten auszuschreiben. Thomas Zylla kann sich somit ohne Umweg der Wiederwahl stellen.

Für den CDU-Mann stimmten am Mittwoch die Abgeordneten seiner eigenen Fraktion, die Fraktion der Linken und fast alle Mitglieder der SPD-Fraktion.

Die Wahlperiode von Thomas Zylla endet am 31. Mai 2017. Er ist Erster Beigeordneter und Baudezernent. Zylla wurde 1963 in Staaken geboren, er wuchs in Finkenkrug auf, 1993 bewarb er sich um den Posten des Falkenseer Bürgermeisters, unterlag aber Jürgen Bigalke. Thomas Zylla kam 1995 als Leiter des Grünflächenamtes in die Verwaltung. 2009 wurde er zum Dezernenten für das Bürgeramt sowie Ordnungs- und Schulverwaltungsamt gewählt. Nach dem Tod von Harald Höhlig übernahm er das Baudezernat.

Die CDU-Fraktion hatte sich im Dezember an den Bürgermeister Heiko Müller (SPD) gewandt und ihn gebeten, auf die Ausschreibung der Stelle zu verzichten. Die Kommunalverfassung lässt so etwas ausdrücklich zu. Müller verwies darauf, dass Thomas Zylla sich als Erster Beigeordneter bewährt hat und sowohl fachlich als auch persönlich sein Vertrauen besitze, auch wenn nicht alles gelungen war und fehlerfrei lief.

Es war an Ursula Nonnemacher von den Grünen, die die Gegenposition vertrat. „Nicht wegen mangelnder Wertschätzung“ wie sie betonte, aber „wir haben durch eine Ausschreibung die Chance, eine andere Denkweise und den Blick von außen in die Verwaltung zu holen“. Der Sichtweise schloss sich auch die FDP-Fraktion an. Daniela Zießnitz warf Ursula Nonnemacher daraufhin vor, sie wäre „unehrlich“, wenn sie einerseits die Wertschätzung für Thomas Zylla beschwöre, aber im gleichen Atemzug eine Ausschreibung fordere. Mit den erforderlichen 19 Stimmen entschieden sich die Abgeordneten aber gegen eine Ausschreibung, der Weg zur Wiederwahl von Thomas Zylla ist somit ziemlich frei.

Von Marlies Schnaibel