Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Zugvögel kommen eher oder bleiben gleich
Lokales Havelland Zugvögel kommen eher oder bleiben gleich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:21 03.04.2015
Ein Schwan beim Start. Jetzt kann man im Naturpark viele Tiere beobachten. Quelle: U. Hoffmann
Milow

„Die erste Bachstelze in der Region habe ich im letzten Jahr am 2. März gesehen, in diesem Jahr erst eine Woche später“, erzählt René Riep vom Regionalverband Westhavelland des Naturschutzbundes (Nabu). „Die meisten Zugvögel kehren in diesem Jahr noch verhalten zurück.“ In der dritten Februarwoche kam in Garlitz ein Weißstorch an. Familie Vollmann aus Garlitz errichtete 1996 auf ihrem Grundstück am Ortsrand auf einem ausgedienten Strommast ein Storchennest.

Zwei Jahre später ließ sich dort der erste Storch nieder. Und das gleich mit Bruterfolg. Das Mitte April nach Garlitz gekommene Paar zog zwei Junge auf. Damit hatte Garlitz nach über 50 Jahren wieder einen Storch. In den folgenden Jahren kehrten die Störche immer zwischen Ende März und Mitte bis Ende April zurück.

In der Regel kommt einer der beiden Partner immer einige Tage früher. „Mitte März konnten wir den vermeintlichen Partner unseres Storches auf dem Nest beobachten“, sagt Öko-Landwirt Peter Vollmann. „Der war aber nicht der 'Richtige' und blieb nur einen Tag.“ Seit dem Jahr 2010 stellen sich die Störche bereits ab Anfang März in Garlitz ein.

Vor ihrem Haus haben die Vollmanns eine Holztafel aufgestellt, auf der sie die Ankunftsdaten ihrer Störche und die Anzahl der Jungen einritzen. „Am 19. März sah unsere Mitarbeiterin im Naturparkzentrum, Gabriele Matthies, in Semlin einen Storch“, so Riep weiter. „Wir erwarten die Störche im Westhavelland bald zurück. Anfang April kommen auch die Fischadler.“ Die Brandenburger Störche ziehen, bei günstigen Wetterbedingungen mit bis zu 400 Kilometern pro Tag, in der Regel mit den ostdeutschen Störchen aus Afrika über Israel und die Türkei nach Deutschland.

Im Westhavelland ist der Zahl der Störche recht stabil. „In den letzten Jahren hatten wir jährlich immer um die 40 Paare“, schildert René Riep, der sich jedes Jahr an der Beringung der Jungvögel im Westhavelland beteiligt. „Im letzten Jahr registrierten wir, nach über zehn Jahren, erstmals wieder Störche in Landin. Das Paar zog auch Junge auf.“ Die Verluste waren gering. Gleichzeitig zieht es immer mehr Tiere aus den wärmeren südlichen Regionen nach Deutschland.

So wurden schon die in den Mittelmeerländern vorkommenden schwarz-gelb gezeichneten Wespenspinnen auch in Brandenburg beobachtet. Seit mehreren Jahren kann man an der unteren Havel im Westhavelland neben dem Grau- oder Fischreiher auch die schneeweißen Silberreiher beobachten. Deren Zahl nimmt zu.

Andererseits bleiben Zugvögel in milden Wintern immer öfter in Deutschland, statt wie eigentlich gewohnt in den Süden zu ziehen. So kann man im Winter immer wieder neben unseren einheimischen Höckerschwänen auch Singschwäne oder auch Kraniche im Havelland beobachten.

Von Uwe Hoffmann

Havelland Rathenower Frühlingsgalerie am 19. April - Vom Buga-Gelände zum Erlebnisbummel

Manch einer wird sie schon vermisst haben: Die Rathenower Frühlingsgalerie. Erstmals fällt die Veranstaltung der Innenstadthändler in diesem Jahr nicht mit dem Frühlingsanfang zusammen, sondern wird – aus aktuellem Anlass – um einen Monat verschoben: auf Sonntag, 19. April.

02.04.2015
Havelland Eine Straße erinnert nun an Albert Willimsky - Ehrung für unbeugsamen Pfarrer

Die Straße „Zu den Rhingärten“ ist am Dienstag zum Pfarrer-Albert-Willims ky-Weg geworden. Mit der Umbenennung ehren die Stadt Friesack und der Katholische Kirchbauverein im Ländchen Friesack einen unbeugsamen Mann, der zehn Jahre Pfarrer der Katholischen Kuratie Rosenkranz in dem Fliederstädtchen Friesack war.

02.04.2015
Havelland Kunstinstallation soll Blicke der Buga-Besucher anziehen - Weinberg-Hingucker: Riesenkissen aus Beton

Es sieht aus, als habe sich das sagenhafte Riesenweib Frau Harke aus einem Fenster des Bismarckturms gelehnt, um bunte Sitzkissen auf den Senkgarten und die Wiesen davor heruntersegeln zu lassen. Doch die Verteilung der Kissen im Gelände ist – auch wenn es den Anschein erweckt – alles andere als zufällig.

02.04.2015