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Havelland Zusammen gegen die Einsamkeit
Lokales Havelland Zusammen gegen die Einsamkeit
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18:00 19.02.2013
NAUEN

. Noch haben die Bauarbeiter in den Räumen das Sagen, doch schon bald sollen die ersten Besucher dort Kaffee trinken können, miteinander reden, an Bastelnachmittagen teilnehmen oder aber Karten spielen. Denn unter der Adresse ist ein Nachbarschaftstreff geplant, der erste in der Kernstadt Nauen.

„In dem Wohngebiet leben viele ältere Menschen. Es gibt dort aber bisher nichts, wo sie hingehen können. Die Leute kommen immer weniger vor die Tür“, sagt Doreen Drosedow, die selbst in dem Bereich wohnt. Die 40-Jährige hatte die Idee zu dem Projekt, das sie bei einer Weiterbildung für Engagementlotsen unter dem Motto „Zusammen gegen die Einsamkeit“ erstmals präsentierte. Finanziert werden soll es über den Demografiefonds des Landkreises Havelland, in den auch die Stadt Nauen einzahlt. Vorbild für den Treff ist die „Mieterinsel“ im Amt Nennhausen.

Aber Doreen Drosedow hatte nicht nur die Idee, sondern sie wird auch aktiv dabei helfen, die Begegnungsstätte zum Leben zu erwecken. Gemeinsam mit Falk Kruse will sie dreimal in der Woche die Besucher empfangen – und das völlig ehrenamtlich. „Zwar richtet sich das Angebot an alle Bewohner des Karl-Bernau-Rings und darüber hinaus. Aber erst einmal wollen wir die älteren Menschen erreichen“, sagt Falk Kruse. Dabei verstehe man sich keinesfalls als Konkurrenz zu den etablierten Freizeitangeboten der Wohlfahrtsverbände, sondern als Ergänzung.

Damit das Vorhaben Nachbarschaftstreff gelingt, arbeiten viele Partner zusammen. So stellt die TAG Asset Management GmbH (ehemals Gewogena) die Wohnung mietfrei zur Verfügung, der Verein Mikado als Projektträger schließt den Mietvertrag ab und die Stadt Nauen beteiligt sich mit einer Anschubfinanzierung über das Demografieprojekt. Außerdem sind das Kompetenzzentrum in Trägerschaft der Havelland Kliniken Unternehmungsgruppe und der Seniorenrat mit im Boot.

Trotz dieser geballten Kompetenz: Die inhaltlichen Schwerpunkte sollen die Akteure vor Ort setzen. So werden Falk Kruse und Doreen Drosedow das Programm gestalten. Darüber hinaus sind aber auch Anregungen der Bewohner des Karl-Bernau-Rings gern gesehen und sogar ausdrücklich erwünscht. „Wir wollen den Leuten vermitteln, dass es ihr Treff ist“, sagt Kruse.

„Für das zweite Quartal ist die Eröffnung geplant“, sagt Margit Paul vom Kompetenzzentrum Havelland. Sie begleitet das Vorhaben, das sie bei den beiden Nauenern in guten Händen weiß. (Von Andreas Kaatz)

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