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Havelland Zweite Chance für unverkaufte Schuhe
Lokales Havelland Zweite Chance für unverkaufte Schuhe
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19:02 26.02.2018
Ole Schneikart (l.) und Julius Göllner haben vor vier Jahren ein Fashion-Start-Up gegründet. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

Oben, in der siebten Etage, wo einst die Geschenkpapierdruckerei des bekannten Schreibwarenherstellers Herlitz vor sich hin ratterte, herrscht heute Start-Up-Atmosphäre. Auf mehreren hundert Quadratmetern lagern Taschen, Hosen und ganz viele Schuhe. In der Ecke ein Großraumbüro mit Star-Wars-Figur, der Blick aus dem Fenster offenbart die Skyline von Berlin.

Als Großhändler liefern sie in 30 Länder

Mit ihrem in Falkensee ansässigen Unternehmen „F & P Stock Solution GmbH“ beliefern Ole Schneikart und Julius Göllner, beide anfang 30, Modehändler aus inzwischen rund 30 Ländern. Das Konzept der jungen Unternehmer: Sie kaufen Restposten und zurück geschickte Ware bekannter Modefirmen auf und verkaufen diese dann weiter. „Uns ist es dabei vor allem wichtig, schonend mit den Markennamen umzugehen“, erklärt Firmengründer Ole Schneikart. Das bedeutet, dass nicht mit dem Marknennamen und dem großen Rabatt gemeinsam geworben wird.

Angelieferte Waren werden gescannt, sortiert und mit neuen Preisschildern versehen. Quelle: Danilo Hafer

Das gilt sowohl für den Großhandel, als auch für das zweite Standbein der Berliner Start-Up-Gründer. Seit 2014 organisieren sie sogenannte Fashion-Flash’s, ein zweitägiges Shoppingevent, bei dem Schuhe und Kleidung teilweise bis zu 70 Prozent günstiger angeboten werden. „Am Anfang haben wir unsere Ware noch in den Unimensen aufgebaut, heute mieten wir Flächen zwischen 1000 und 2000 Quadratmeter und beschäftigen jedes Mal fast 30 Mitarbeiter speziell für diese Tage“, so Julius Göllner.

Das Event richtet sich in erster Linie an Frauen und auch hier steht keine Marke im Vordergrund. „Wir haben kein kontinuierliches Angebot, es sind alles Einzelstücke und so hängt es auch ein bisschen vom Zufall ab, was die Kunden vor Ort finden“, so Schneikart. Für jedes Event stehen knapp 15 000 Artikel zur Verfügung, so ist garantiert, dass nie ein Platz auf der Verkaufsfläche frei ist und die Kunden immer eine volles Angebot finden. Inzwischen organisieren die beiden zwischen 60 und 80 Veranstaltungen dieser Art im Jahr. Ihr Team besteht mittlerweile aus 48 Mitarbeitern, die sich um Logistik, Einkauf und Eventorganisation kümmern. Sie kommen aus Berlin, Falkensee und Nauen.

Unternehmensgründer gaben ihre Jobs für die Selbstständigkeit auf

Für ihren Traum von der Selbstständigkeit haben Julius Göllner, der ursprünglich Betriebs- und Volkswirtschaftslehre studiert hat und Ole Schneikart, der an sein Politik- und Geschichtsstudium noch einen Master in BWL dranhing, alles auf eine Karte gesetzt. „Wir haben beide vorher bei Zalando gearbeitet und uns schon immer die Frage gestellt, was man mit der Ware, die einfach übrig bleibt, machen soll“, so Julius Göllner. Beide kannten den Modemarkt und waren sich schnell sicher, dass die Idee eines Großhandels für Restposten bekannter Modefirmen funktionieren könnte.

Beim Fashion-Flash veranstalten die Unternehmer für zwei Tage ein Shoppingevent. Quelle: Firmenfoto/Wofgang Mehrfort

„Wir haben dann beide gekündigt und sind volles Risiko gegangen“, so Göllner. Sie gründeten ihr eigenes Zwei-Mann-Unternehmen und suchten nach geeigneten Lagerflächen. „Wir brauchten sehr kurzfristige und flexible Möglichkeiten, weil wir ja nicht sicher sagen konnten, wie es sich entwickeln wird und so sind wir in Falkensee gelandet“, erklärt Ole Schneikart. Seither sind ihre gemieteten Flächen in der siebten Etage des ehemaligen Herlitzwerkes in der Straße der Einheit stetig gewachsen.

Standort Falkensee bietet viele Vorteile

„Der Vorteil an diesem Standort ist vor allem, dass wir die vorhandene Versandlogistik nutzen können“, so Schneikart. Das Haus verfügt über ein vollautomatisiertes Hochlager sowie einen Verladeroboter, der die Lkw an der Rampe eigenständig belädt.

Von Danilo Hafer

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