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Oberhavel 200.000 Besucher schlafen auf dem Wasser
Lokales Oberhavel 200.000 Besucher schlafen auf dem Wasser
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17:58 05.03.2014
Oberhavel

Brandenburg galt als "abgesoffen". Dagegen sei nur schwer anzukommen, sagt Krause. Ab Mittwoch will er auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin etwas für das Image der Region tun. Landesweit liegt das Ruppiner Seenland hinter Fläming und Spreewald auf Platz drei der Reiseregionen.

Beim barrierefreien Reisen sei man mit sechs bis sieben Prozent der Übernachtungen bereits Marktführer, so Krause. Mit rund 40.000 Übernachtungen jährlich entfällt mehr als die Hälfte der Übernachtungen von Reisenden im Rollstuhl oder mit anderen Handicaps auf das Hotel Haus Rheinsberg. Um künftig noch mehr Touristen in die Region zu locken, sollen erfolgreiche Angebote ausgebaut werden. Die im Vorjahr gestartete Marke "Bett+Kanu" für Unterkünfte, die sich auf Paddler spezialisiert hat, soll auch auf Betriebe in Mecklenburg und in der Uckermark ausgeweitet werden. Derzeit gelten 31Hotels und Pensionen im Seenland als "kanufreundlich". Jeder dritte dieser Betriebe habe im vergangenen Jahr einen deutlichen Gästezuwachs verzeichnet, davon fast die Hälfte Paddler, sagte Krause.

Neben der Bedeutung der Wassersportler werden die Bootstouristen immer wichtiger. Beim Wassertourismus sei die Reiseregion auf dem Stand wie der Fahrradtourismus vor zehn Jahren, sagte Krause. Die Infrastruktur müsse noch ausgebaut werden. Befragungen und Berechnungen hätten ergeben, dass es in der Region mindestens 200.000 Übernachtungen auf dem Wasser gibt.

Doch Übernachtungszahlen sagen nicht alles. Während das Rheinsberger Seenland mehr als ein Drittel aller schlafenden Gäste der Tourismusregion anzieht, nämlich mehr als eine halbe Million, sind es in Oranienburg gerade einmal 57801 Übernachtungen. Dafür hat Oberhavels Kreisstadt 1,9 Millionen Tagestouristen, die vor allem den Tierpark Germendorf, die Turm-Erlebniscity und die Gedenkstätte Sachsenhausen besuchen. Bei durchschnittlich 20 Euro, die ein Tagestourist ausgibt, ergebe dies eine Kaufkraft von 38 Millionen Euro, sagte gestern Jürgen Höhn, Geschäftsführer der Tourismus und Kultur Oranienburg (TKO). Die Tourismuszahlen in Oranienburg seien "auf kleinerem Niveau" stetig gewachsen, so Höhn. Eine Umfrage bei Vermietern von Zimmern und Ferienwohnungen, die mit weniger als zehn Herbergsbetten in der Übernachtungsstatistik nicht mitgerechnet werden, komme zu dem Ergebnis, dass es noch mindestens 20.000 weitere Übernachtungen in Oranienburg gebe. Die Stadt profitiere vor allem von Tagestouristen aus Berlin, so Höhn. In der Hauptstadt sei das Besucherpotenzial wiederum "unerschöpflich", sagt Peter Krause. Die Hälfte der Berliner würde ihr "Umland" noch nicht kennen.

Von Klaus D. Grote

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