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Oberhavel Abschiedsessen in Zehdenick
Lokales Oberhavel Abschiedsessen in Zehdenick
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12:48 27.10.2014
Elfriede Seidel. Quelle: Martin
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Zehdenick

„Wir haben erreicht, was zu erreichen war“, begründet die Mitbegründerin und langjährige Vorsitzende, Elfriede Seidel, den Rückzug im Jubiläumsjahr. Zudem hat die Interessengemeinschaft ein Nachwuchsproblem. Die Mitstreiter seien in die Jahre gekommen, das Durchschnittsalter liege inzwischen weit über 60Jahre. Für Elfriede Seidel fand sich kein Nachfolger. „Jetzt müssen andere die Initiative übernehmen“, sagt die 76-Jährige.

Erreicht, was zu erreichen war

Mit Stolz blicken die Bewohner nach 20 Jahren auf das zurück, was unter ihrer Mitwirkung am Südufer des namensgebenden Sees entstanden ist – einer der schönsten Stadtteile und ein Aushängeschild Fürstenbergs. Die Verwandlung wurde in zahlreichen Bildern und Videosequenzen dokumentiert.

Historisches Gesicht der Siedlung sollte gewahrt werden

Nach dem Abzug der russischen Streitkräfte wurden 131 einst vom Militär besetzte Häuser übergeben. Viele davon waren unbewohnbar, einige wurde zwischenzeitlich abgerissen. Elfriede Seidel kehrte im April 1993 in das Haus ihrer Großeltern zurück und half bei der Suche nach Alteigentümern. Gemeinsam mit ihrer Mutter durchforstete sie Telefonbücher nach Namen von Nachbarn, die in Erinnerung geblieben waren. „Wir haben überall angerufen und tatsächlich einige ausfindig machen können“, sagt Seidel. Das Bundesvermögensamt verlangte Eigentumsnachweise, ohne die die Rückübertragung der Häuser nicht möglich gewesen wäre. Seidels Einsatz kam nicht von ungefähr. „Wir wollten auch den Ausverkauf der Siedlung verhindern“, sagt sie. Zugleich gab es 1000 Fragen und Themen – es gab keinen Strom, kein Wasser, kein Gas und das Erbe des Wiederaufbaus. Um das historische Gesicht der Siedlung zu wahren, setzte sich der Verein für eine Erhaltungssatzung ein. Anderthalb Jahre rangen die Mitstreiter um die Einrichtung einer Tempo-30-Zone und kämpften entschlossen für die Freihaltung des Uferwegs. „Die Siedlung ist in ihrer Zusammensetzung einmalig in Deutschland, wir wollten diesen Charme wieder aufleben lassen“, so Seidel, die ihre persönlichen, aber auch die Erinnerungen anderer Bewohner in zwei Büchern aufgezeichnet hat.

Wohnquartier immer noch isoliert

Nicht ganz gelungen sei das Zusammenwachsen mit Fürstenberg. Die Bewohner der Röblinsee-Siedlung fühlen sich zwar als Teil der Stadt. Gleichwohl ist das Wohnquartier immer noch etwas isoliert, sagen Mitstreiter. Vorbehalte gegenüber den vermeintlich „reichen Bewohner“ gab es schon früher und gibt es noch heute.

Von Cindy Lüderitz

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