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Oberhavel Adebar im Anflug
Lokales Oberhavel Adebar im Anflug
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16:43 19.03.2014
Störche sind majestätische Segler. Quelle: dpa
Falkenthal

Die Aufzucht der Jungen ist für ein Storchenpaar richtige Schwerstarbeit. Ist der Nachwuchs klein, wechseln sich die Eltern bei der Futtersuche noch ab. Später müssen beide richtig ran, um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Am Ende sind Mama- und Papastorch fast völlig ausgelaugt. Vielleicht fliegen deshalb die Eltern erst neun Tage später als ihr Nachwuchs wieder in Richtung Süden. Sie müssen sich zunächst von der Strapaze erholen, ehe sie sich auf die lange Reise ins Winterquartier begeben. Momentan bereiten sich die Falkenthaler wieder auf die Ankunft der großartigen Segler vor. Uwe Rohtermundt, der Falkenthaler Storchenvater, rechnet frühestens Ende März mit dem ersten Männchen.

Peter Keibel hat die Tiere zwei Jahre lang in Falkenthal mit der Videokamera beobachtet. Dazu diente dem früheren Oberförster unter anderem eine ausgediente Feuerwehrleiter. Die gestattete es ihm, einen Blick aus luftiger Höhe in einen Horst zu werfen. In seinem Film "Falkenthal - Auf dem Weg zum Storchendorf" zeigte er am Dienstagabend im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Zehdenicker Heimatfreunde seinen aufwändig gestalteten Streifen, bei dessen Entstehung ihm Uwe Rohtermundt sehr geholfen hat.

Ende April 2012 hat Peter Keibel mit seinen Aufnahmen begonnen. Neben dem Musterstorchenpaar, das er intensiv begleitete, machte der frühere Oberförster auch einige Abstecher zu den Nachbarhorsten. So hat er immer wieder auch andere Störche beobachtet. Etwa ein Männlein und ein Weiblein, die sich sehr lieb gehabt haben, aber keinen Nachwuchs bekamen.

"Erstaunlich, was so ein Storch an Nahrung aufnimmt. Der ist ständig auf der Suche", sagte Keibel - kleine Feldhasen, Frösche, Mäuse und auch Ringelnattern. Natürlich steht auf der Speisekarte der majestätischen Vögel auch alles, was die Insektenwelt hergibt. Höchstleistungen vollbringen die Elterntiere nicht nur bei der Suche nach Fressbarem. Anstrengend ist es für sie auch, die verschluckte Nahrung wieder auszuspucken, damit die lieben Kleinen ihren Hunger stillen können. In den Filmaufnahmen von Peter Keibel ist wunderbar zu sehen, wie sehr sich die erwachsenen Störche mühen.

Fünf Brutpaare und 14 Jungstörche hat das Jahr 2012 den Falkenthalern beschert, 2013 waren es sieben Brutpaare und 16 Jungstörche. Zehn Storchenmastunterlagen existieren in dem Dorf, eine weitere wird jetzt auf einem Betonmast hinzukommen. Uwe Rohtermundt hat zudem den Bau eines Flachwasserbeckens auf einer Wiese initiiert. Dort sollen sich Frösche ansiedeln, die natürlich eine schmackhafte Nahrung für Störche darstellen. "Das Becken ist fertig und sieht wunderbar aus."

In Falkenthal gibt es nicht nur gute Brut- und Nahrungsmöglichkeiten, sondern auch Lieblingsplätze. Die ledigen Storchenmännchen treffen sich auf einer abgestorbenen Eiche und beobachten gelassen die Umgebung - ein schönes Bild. Im Spätsommer kreisen manchmal 40 bis 60 Tiere am Himmel. Sie treffen sich dort, um wenig später fortzufliegen.

Im vergangenen Jahr hat Uwe Rohtermundt in Absprache mit der Vogelschutzstation Woblitz ein Storchenjunges aus einem Nest genommen. Es war von den Eltern verstoßen worden. Im Film ist zu sehen, wie das Junge geschnittenen Fisch verschlingt und später auch Regenwürmer. Das Tier kam später in die Vogelschutzstation und wurde im August zusammen mit zwei weiteren Findelkindern auf den Weg in den Süden geschickt. Keibel und Rohtermundt gehen davon aus, dass die beringten Tiere überlebt haben.

Von Andreas Röhl

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