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Oberhavel Ärger über nicht abgeholte Bekleidung
Lokales Oberhavel Ärger über nicht abgeholte Bekleidung
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00:32 15.03.2018
Die Kleiderkammer in der Albert-Buchmann-Straße ist donnerstags geöffnet und wird von Ehrenamtlichen betreut. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

Ihrem Ärger über die Oranienburger Kleiderkammer musste Kerstin Sandow am Lesertelefon Luft machen.

Am 1. März habe sie morgens die Kleiderkammer in der Albert-Buchmann-Straße angerufen, „um einige Sachen von meinem verstorbenen Mann einem guten Zweck zuführen. Die Dame am Telefon stellte sich nicht einmal vor, sagte nur ’Kleiderkammer’. Ich erklärte ihr, dass ich einige Säcke mit Sachen von meinem Mann habe, sie aber nicht persönlich vorbeibringen kann, da ich kein Auto besitze.“

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Daraufhin wurde sie gebeten, dass jemand aus der Familie den Transport übernehmen sollte. Und man könne die Sachen bis 18 Uhr bringen. „Als ich ihr sagte, dass von meiner Mutti die Sachen ja auch abgeholt wurden, meinte sie, ich solle um 16 Uhr nochmals anrufen, da sie jetzt Kundschaft hat. Nun rief ich 15.55 Uhr erneut an. Da informierte mich der Anrufbeantworter, dass ich außerhalb der Öffnungszeit anrufe, diese sei für Bedürftige donnerstags von 9 bis 16 Uhr und, wenn man Sachen bringen will, donnerstags von 8 bis 16 Uhr. Da will man bedürftigen Menschen helfen und wird so veräppelt“ findet Kerstin Sandow.

Die Säcke stünden noch in der Wohnstube. „Würde sie gern, trotz meines schlechten Erlebnisses, der Kleiderkammer zur Verfügung stellen.“

Karin Maaß, langjährige Mitarbeiterin der Kleiderkammer, sagte dazu gegenüber der MAZ: „Dass wir grundsätzlich keine Sachen abholen können. Wir sind ein Verein, der sich keine Fahrzeuge leisten kann.“ Die Abholung von Sachen werde immer wieder an sie herangetragen, man sei sich im Vorstand aber gerade wieder einig gewesen, dass das nicht zu leisten sei.

Annahme ist jeden Donnerstag von 8 bis 18 Uhr. Alle Frauen arbeiten ehrenamtlich. Und wenn der Anrufbeantworter anspringt, hätten gerade alle alle Hände voll zu tun, warb sie um Verständnis.

Von Heike Bergt