Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Alte Drahtesel finden reißend Absatz
Lokales Oberhavel Alte Drahtesel finden reißend Absatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:10 03.04.2017
Ein riesiges Gewimmel herrschte in der Sporthalle der Grundschule Niederheide. Quelle: Robert Roeske
Hohen Neuendorf

Kurz vor Verkaufsbeginn um 14 Uhr ist die Schlange so lang wie am Bananenstand vor 30 Jahren. Hunderte stehen auf dem Gelände der Grundschule Niederheide, um die besten Angebote zu ergattern. Der Schulförderverein hat zum Fahrradmarkt eingeladen, zum achten Mal.

Die Veranstaltung ist eine Institution für Verkäufer und Käufer geworden – über die Stadtgrenzen hinaus. „Nach dem dritten Mal wussten wir, dass wir alles richtig gemacht haben“, sagt Vorsitzende Sabine Dehne mit einem Lächeln. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins, der seit dem 12. November 2009 besteht.

Eine lange Schlange bildete sich am Sonnabend gegen 14 Uhr, als der Verkauf begann. Quelle: Robert Roeske

Nicht weniger als rund 600 Artikel sind bei der Warenannahme zusammengekommen, die Eltern und Kinder am Vormittag zwischen 9 und 12 Uhr organisieren. Genommen wird alles, was mit Muskelkraft rollt: Dreiräder, Laufräder, Roller, Bobbycars, Rollerblades, Skateboards und natürlich Fahrräder aller Art samt Zubehör. Alles wird registriert und vom Besitzer mit einem Preis versehen. 90 Prozent davon bekommt der Verkäufer, zehn Prozent gehen an den Förderverein. Von dem Geld konnte im Vorjahr beispielsweise ein Bienenhaus für die Imker-AG gekauft werden, berichtet Sabine Dehne stolz und dankt allen Helfern. Was mit der aktuellen Summe passiert werde noch in der Mitgliederversammlung beschlossen. Über die Summe allerdings möchten die Eltern Stillschweigen bewahren. Nur soviel verraten sie: Der diesjährige Markt war wieder einmal erfolgreicher als der vorangegangene.

Quelle: Robert Roeske

Die meisten Fahrräder kosten zwischen 30 und 70 Euro. Es sind aber auch ganz spezielle Modelle im Angebot. Ein hochwertiges Mountainbike kostet 200 Euro, ein schnittiges BMX-Rad 330 Euro. Ein Diamant-Rad im DDR-Style soll immerhin noch 100 Euro kosten und ein noch älteres aus dem Jahr 1953 immerhin 85 Euro. Als echter Oldtimer wird ein NSU-Damenrad angepriesen, Baujahr 1948. Kostenpunkt: 100 Euro. Dafür wiederum ist ein 24-er Jugendfahrrad der Marke Kalkhoff für 39 Euro in der Halle zu finden. Zu den Spitzenreitern beim Preis gehört ein recht neu wirkendes Damenfahrrad Bergamont Summerville N7. Das sollte noch 549 Euro einbringen. Ein bissiger Kommentar: „Das muss fliegen können.“

Eine lange Schlange bildet sich schon wenige Minuten nach Verkaufsbeginn an den drei Kassen. Zufriedene Mienen bei den Eltern, Großeltern und ihren Kindern. Sabine Dehne hilft an Kasse drei mit. Zwischendurch muss sie organisatorische Fragen klären. Der Grill muss besetzt sein, auch der Kuchenstand. Hier winken Extraeinnahmen. Die Eltern aller Klassen hatten Kuchen gesponsert, insgesamt 46 Stück. Da ein Schönheitswettbewerb ausgelobt wurde, sind viele besonders schöne Exemplare darunter. Im Wettbewerb werden diesmal punktgleich die drei schönsten gekürt – mit einem vom Förderverein gesponserten Preis für die Klassen 3b, 4a und 5b.

„Ich find meine Eltern einfach spitze“, sagt Ilona Petrausch, die an einer Tafel die Nummern aller verkauften Artikel durchkreuzt. „Weil das einfach mehr ist als das einfache Akquirieren von Sponsoren“, schiebt sie nach. Vielmehr brächten sich die Eltern selber ein, die Idee werde über Jahre umgesetzt und die Umsetzung werde immer professioneller, lobt sie. Am Ende hat sie rund 550 Artikel abgekreuzt.

Ab 16 Uhr werden die übrigen wieder abgeholt. Alle anderen Verkäufer bekommen ihr Geld ausgezahlt – und strahlen nicht weniger als die neuen Besitzer ihrer „neuen“ gebrauchten Drahtesel.

Von Helge Treichel

Oberhavel Berliner Polizist schnappt Ladendieb - 16 Flaschen Cognac mitgenommen

Ein Berliner Polizist beobachtete am Sonnabend in Hohen Neuendorf einen Mann dabei, wie er 16 Flaschen Cognac bei „Kaufland“ entwendete. Er stellte den Mann und übergab ihn seinen Kollegen in Oberhavel.

02.04.2017

Nachdem er am Steuer eines Autos sitzend einen Unfall gebaut hatte, ist ein 16-Jähriger in Liebenwalde zu Fuß geflüchtet. Zurück blieben drei weitere Fahrzeuginsassen. Die Polizei konnte ihn jedoch nach Zeugenaussagen schnell ausfindig machen.

02.04.2017

Aufgrund einer Zeugenmeldung wurde am Sonnabend auf einer Skaterbahn in Oranienburg ein 13-jähriges Mädchen entdeckt, dass betrunken war. Ein Atemalkoholtest ergab 1,37 Promille. Die Minderjährige wurde von der Polizei an den Vater übergeben.

02.04.2017