Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Mit Liebe gefertigte Gesellenstücke
Lokales Oberhavel Mit Liebe gefertigte Gesellenstücke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:11 28.07.2019
Tischlerlehrling Steven Keil präsentierte sein Sideboard auf der Ausstellung der Abschlussarbeiten. Quelle: Matthias Busse
Mühlenbeck

Drei Jahre lang hat Steven Keil in der Liebenwalder Tischlerei Giese gearbeitet und die Berufsschule in Neuruppin besucht. Am Ende standen 100 Stunden für sein Gesellenstück: Ein Sideboard Esche. Am Sonnabend präsentierte der 19-Jährige aus Hammer seinen halbhohen Schrank in der Mönchmühle – zusammen mit Abschlussarbeiten von weiteren 13 Lehrlingen, die ihre Ausbildung beenden.

Für seinen Zweitürer mit zwei Schubfächern überlegte sich Steven Keil einige Raffinessen. Nicht nur, dass er sein Möbelstück ohne Schrankbeine an die Wand montierte – er versteckte zusätzlich unten eine verborgene Lichtleiste, die es optisch schweben lässt. Leicht und sachlich wirkt nicht nur das helle Eschenfurnier, sondern auch die glatte Oberfläche ohne Beschläge . Durch leichten Druck öffnen sich mechanisch Türen und Schubladen, auch das Schließen erfolgt sanft durch eingebaute Technik.

Dem Werkstück sieht man die Liebe an, die der junge Mann investiert hat, der durch die ehemalige Tischler-Werkstatt des Urgroßvaters auf dem elterlichen Hof bereits früh die Freude an der Holzbearbeitung entwickelte. Dennoch entschied er nun: „Als Tischler mache ich nicht weiter.“ Vielmehr würde er eine Lehre als Karosseriebauer bei Mercedes-Benz in Oranienburg beginnen. „Mit Autos – das interessiert mich mehr“, begründet er. Ob er seine nicht bestandene theoretische Prüfung im Januar 2020 wiederholt, erscheint daher ungewiss.

Keil ist nicht der Einzige, der in Theorie noch einmal antreten muss. Zahlen dazu will Jens Hoscheck von der Prüfungskommission aber nicht nennen. Jedenfalls würden alle Lehrlinge, die nach der Probezeit dabeibleiben, in der Regel ihre Ausbildung durchziehen, sagt der Obermeister der Tischlerinnung Oberhavel, Norbert Fischer.

Zwar sind die Azubi-Zahlen leicht steigend – normal sind 20 pro Jahrgang – aber an die Zeiten, als vor der Zusammenlegung der Ausbildung in Neuruppin jeweils 10 bis 15 Schüler in Oberhavel, Ostprignitz und Ruppin Klassen besuchten, seien vorbei. Allerdings wählen Oberhaveler nun eher die Schule in Berlin.

Von Matthias Busse

Für einige Stunden herrschte im Hennigsdorfer Krankenhaus helle Aufregung, weil zwei Frauen verschwunden waren. Die Suche ging gut aus.

28.07.2019

Vertreter der Gemeinde, der NEB und des Landes inspizierten gemeinsam die Heidekrautbahn-Strecke und diskutieren über die Planung. Nicht alle Befürchtungen der Anwohner wurden wirklich verneint.

28.07.2019

Oranienburg baut an allen Ecken. präsentiert eine Auswahl der wichtigsten kommunalen Baustellen. Darunter sind neue Straßen, Kitas und Spielplätze. Außerdem sollen über eine große Steganlage demnächst Wassertouristen in die Stadt kommen.

28.07.2019