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Oberhavel Anwohner fordern Verkehrsberuhigung
Lokales Oberhavel Anwohner fordern Verkehrsberuhigung
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17:14 27.10.2017
Treffpunkt Berliner Straße: Der Ortsbeirat beriet sich am Donnerstagabend mit den Anwohnern.
Treffpunkt Berliner Straße: Der Ortsbeirat beriet sich am Donnerstagabend mit den Anwohnern. Quelle: Robert Tiesler
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Kremmen

Es ist eng auf der Berliner Straße in Kremmen. Im Bereich zwischen Marktplatz und Alte Wallstraße sowieso, weil da an vielen Stellen auf einer Seite Autos parken. Im Bereich bis zur Berliner Chaussee machen die neuen Bauminseln zusätzliche Probleme. Der Meinung sind insbesondere die dortigen Anwohner und auch der Ortsbeirat von Kremmen. Denn Autos und vor allem Linienbusse müssen sich um diese Einbuchtungen schlängeln. Hinzu kommt, dass in diesem Bereich auf der anderen Straßenseite Anwohner ihre Autos abstellen.

Das Thema wird in der Stadt schon längere Zeit diskutiert, auch die MAZ berichtete mehrfach. Am Donnerstagabend traf sich der Ortsbeirat deshalb direkt vor Ort mit den Anwohnern, um sich die Situation anzusehen. Die Leute, die in der Berliner Straße wohnen, fordern, den Straßenverkehr in diesem Areal zu beruhigen. Der Durchgangsverkehr müsse außenrum geführt werden, also über die Landesstraße 170 am Scheunenviertel vorbei und weiter über den Schlossdamm ins Zentrum. Uneinigkeit herrschte darüber, ob mehrere der Bauminseln weg sollen oder nur eine. „Die Insel in der Kurve muss weg, die anderen können bleiben“, sagte Anwohnerin Maren Dietrich. Dem schloss sich am Ende auch Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) an. Die Baumscheibe vor der Hausnummer 44 müsse wieder zurückgebaut werden. Dafür solle die Verwaltung entsprechende Angebote einholen. Bislang gebe es nur eines von derselben Firma, die die Scheiben an der Stelle auch gebaut hat. Koop hält den dort angegebenen Preis jedoch für zu hoch.

Gleich mehrere Probleme: parkende Autos und Bauminseln in der Berliner Straße in Kremmen. Quelle: Robert Tiesler

„Tempo 30 in der Berliner Straße ist ein Vorschlag“, so Koop weiter. „Nicht nur von der L 170 bis zur Alten Wallstraße, sondern bis zum Marktplatz.“ In bestimmten Bereichen solle es zudem Halteverbotszonen geben, beispielsweise in Höhe der Hausnummer 43. Darüber hin­aus sollen die Linienbusse aus der Berliner Straße herausgenommen werden. Unklar ist dann jedoch, wohin die Haltestellen auf dem Marktplatz ziehen sollen – auf dem Schlossdamm in Rathausnähe ist wenig Platz. „Das wäre ein neues störendes Verkehrshindernis“, merkte Christoph Brunner (BfB) an. Insbesondere der Schulbus brauche einige Zeit, bis alle ein- oder ausgestiegen sind.

Stefanie Gebauer (UWG/LGU) merkte an, dass wenn Tempo 30 komme, das Halteverbot in Höhe der Nummern 34 bis 41 gelte und der Bus nicht mehr durch die Straße fahre, dann könne man drüber nachdenken, die Baumscheiben alle so zu belassen, wie sie sind.

Von Robert Tiesler