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Oberhavel Arabisch-Kenntnisse erwünscht
Lokales Oberhavel Arabisch-Kenntnisse erwünscht
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18:10 03.02.2016
Im Oktober vergangenen Jahres hatte Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus die arabische Übersetzung eines Willkommensbriefes in einer inzwischen aufgelösten Notunterkunft in Schildow verteilt.
Im Oktober vergangenen Jahres hatte Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus die arabische Übersetzung eines Willkommensbriefes in einer inzwischen aufgelösten Notunterkunft in Schildow verteilt. Quelle: Helge Treichel
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Mühlenbecker Land

„Sprachkenntnisse in Arabisch sind wünschenswert.“ Dieser Satz steht am Ende der Liste von Voraussetzungen, die Bewerber für die beiden ausgeschriebenen Azubi-Stellen in der Gemeinde Mühlenbecker Land mitbringen sollten.

Die Idee dazu hatte Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD), der sich intensiv für die Integration von Flüchtlingen in der Gemeinde einsetzt. Persönlichen Einsatz hatte er bewiesen, als eine Sporthalle und der Bürgersaal in Schildow zu einer Notunterkunft umfunktioniert waren und er ab und zu Freizeit mit einigen Syrern verbrachte.

Gemeinschaftsunterkunft mit 120 Plätzen geplant

Die Gemeinde will sich mit derartigen Zusatzqualifikationen ihrer Mitarbeiter fit machen für die Ankunft weiterer Flüchtlinge. Immerhin plane der Landkreis im Gemeindegebiet den Bau von Wohnungen, in denen für eine Übergangszeit eine Gemeinschaftsunterkunft mit rund 120 Plätzen geschaffen werden soll, sagte Sozialfachbereichsleiter Jörg Matthes. Über den Standort oder den Realisierungszeitraum lasse sich allerdings gegenwärtig noch keine Aussage treffen.

Die Gemeinde Mühlenbecker Land sucht für ihre Kindertageseinrichtungen zum Schuljahr 2016/2017 zwei Auszubildende für den Beruf der Erzieherin/des Erziehers, „die mit Herz und Leidenschaft die Betreuung sowie die individuelle und soziale Förderung der Entwicklung der Kinder übernehmen“, heißt es in der Ausschreibung auf der Internetseite der Gemeinde. Im Rahmen der berufsbegleitenden Ausbildung mit staatlicher Anerkennung schließen die angenommenen Bewerber mit der Kommune einen Arbeitsvertrag für den praktischen Teil der Ausbildung. Die Stelle ist für die Zeit der Ausbildung befristet. Wochenarbeitszeit: 21 Stunden.

Bürgermeister: „Für mich geht es um perspektivisches Handeln.“

Neben arabischen Sprachkenntnissen sind weitere Voraussetzungen aufgelistet, darunter Eigeninitiative und aktives Interesse, Einfühlungsvermögen, Kreativität, Interesse für Kunst, Musik oder Sport, Belastbarkeit, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein sowie eine sehr gute deutsche Sprach- und Ausdrucksweise. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 12. Februar.

„Für mich geht es dabei um perspektivisches Handeln und vorausschauendes Denken“, begründet Bürgermeister Smaldino-Stattaus die Arabisch-Klausel. Perspektivisch werde sicherlich keine Kommune mehr ohne Flüchtlinge sein. „Gerade am Anfang können mehrsprachige Erzieher bei der Integrationsförderung vor allem bei der Elternarbeit sehr zum Vorteil sein“, sagt er. Das seien sowohl die praktischen Erfahrungen aus der aktuellen Flüchtlingsarbeit als auch seine ganz persönlichen langjährigen Erfahrungen als Sozialarbeiter, sagt Smaldino-Stattaus.

Von Helge Treichel

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