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Oberhavel Baer kontert Blettermann
Lokales Oberhavel Baer kontert Blettermann
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18:41 03.04.2014
Oranienburger SPD-Ortsvorsitzenden Dirk Blettermann vs. Lehnitzer Ortsvorsteher Gerd Baer.
Lehnitz

„Er ist dort drüben in der Stadt und eben kein Lehnitzer“, so Baer, der auch am Mittwoch nur wenig Zuspruch für sein Vorgehen gegen das geplante Asylbewerberheim in der ehemaligen Kaserne in Lehnitz bekam, in der Ortsbeiratssitzung über seinen Kritiker Blettermann.

„Sie sind in der Stadt nicht vernetzt, gehen nicht zu den Sitzungen und fehlen in der Stadtverordnetenversammlung“, sagte Anwohner Roland Sohr. Dies werfe kein gutes Licht auf den Ort. „Man lacht über uns, auch über die Ortsgrenzen hinaus.“ Laut Sohr ist Baer in seiner Funktion als Ortsvorsteher nicht mehr tragbar. „Sie stehen isoliert da, und insofern wäre es einfach konsequent, wenn sie zurücktreten würden“, sagte Sohr. „Die Mehrheit der Lehnitzer steht nicht hinter ihnen.“

Baer nahm sich diese Kritik vor. „Ich habe immer versucht, das Schlechte von Lehnitz abzuwenden“, so Baer, der vor fünf Jahren aus der SPD austrat. Seitdem tritt er als Einzelbewerber an, so auch bei der kommenden Wahl am 25.Mai. „Ich habe nichts gegen Asylanten, aber wir können nicht sagen, wo das alles endet“, so Baer. Als Grund für seine Ablehnung führte er unter anderem die Überlastung der Lehnitzer Wasserversorgung an. Er mache sich ja auch Sorgen um die Unterbringung der Asylbewerber, sagte er schließlich, nachdem er wiederholt darauf aufmerksam gemacht wurde, dass das Wort „Asylanten“ eher abwertend gedeutet wird. Doch ständig nur über das Thema Asylbewerberheim zu sprechen, bringe auf Dauer auch nichts, sagte Ratsmitglied Bodo Becker (SPD). „Wir müssen uns darauf verlassen, was die Verwaltung zu dem Thema sagt.“

Man müsse sich eben an die Beschlüsse und geltenden Gesetze halten, hieß es unisono im Beirat. Dennoch rückt eine Problematik weiter in den Vordergrund: Wie soll es mit der Grundschule weitergehen, wenn die Kinder der Asylbewerber auch dort eingeschult werden sollen? Dies sei platztechnisch nicht zu bewerkstelligen, so Baer. Er befürchtet, dass Kinder auf andere Schulen im Oranienburger Stadtgebiet umverteilt werden.

Ulrike Dölle (Grüne) verschob die Diskussionen auf den bald tagenden Runden Tisch mit der Stadt. „Dort sind die Verantwortlichen, die uns etwas sagen können. Orakeln bringt nichts.“

Von Marcel Jarjour

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