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Oberhavel Bald wachsen Bäume auf dem Acker
Lokales Oberhavel Bald wachsen Bäume auf dem Acker
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02:18 05.05.2018
Mitte April pflanzten Studenten der HNE Eberswalde 400 Pflanzen auf die Agroforstfläche bei Großmutz. Quelle: Christina Koormann
Großmutz

Auf dem Weg nach Großmutz sieht man seit Mitte April unmittelbar vor dem Ortseingang eine interessante Feldbebauung: Dort haben Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) am 14. und 15. April eine Windschutzhecke angelegt und auf zehn Hektar Land 400 Gehölze angepflanzt.

Das Modellprojekt zur Agroforst kombiniert Elemente der Landwirtschaft mit denen der Forstwirtschaft und sorgt auf verschiedenen Wegen für eine nachhaltige Nutzung von Ackerflächen.

Interdisziplinäres Langzeitprojekt zur Agroforst

„Auf der Fläche haben wir unterschiedliche Gehölze gepflanzt, die in 60 Jahren als Wertholz geerntet werden können“, sagt Olef Koch, ehemaliger HNE-Student mit einem Abschluss in Landschaftsnutzung und Naturschutz. Gemeinsam mit drei anderen Tutoren betreut der 25-Jährige das unter Leitung der Dozenten Ralf Bloch und Tobias Cremer interdisziplinäre „Ackerbau(m)projekt“.

Die Eberswalder Hochschule hat das Langzeitforschungsprojekt im Modul Innovative Lehr- und Lernform „Agroforst: Modellprojekt in Brandenburg“ angelegt. Das Design des Agroforstsystems basiert auf einer Abschlussarbeit der Studenten Dorina Hübner-Rosenau und Paul Hofmann.

„Immer größere Herausforderungen für die Landwirtschaft

Gehölze, die dem Standort gut angepasst sind, schlagen zu diesem Zweck nun ihre Wurzeln vor Großmutz: Speierling, Baumhasel, Elsbeere, Wildbirne, Rot- und Traubeneiche kommen auch mit wenig Niederschlag gut aus.

Die Baumreihen wachsen in einem Abstand von 36 Metern. Zusätzlich haben die Studenten bereits im vergangenen Jahr beim Anlegen des Agroforstsystems Aronia-und Sanddornsträucher gepflanzt. Zwischen den Bepflanzungen sind die Abstände noch immer breit genug, um das Feld weiter mit Landmaschinen zu bewirtschaften – hier wächst bald der Hafer.

„Die Landwirtschaft muss mit immer größeren Herausforderungen umgehen“, sagf Olef Koch. „Der Boden wird stark erodiert, es gibt Nitratauswaschungen, die Diversität nimmt in der Agrarlandschaft immer weiter ab.“ Auch der Klimawandel trage seinen Teil dazu bei, die Bedingungen für Landwirte weiter zu erschweren.

Agroforst bringt viele positive Effekte mit sich

Hier setze die Agroforst mit einer Reihe von positiven Effekten an: Durch die Anpflanzung verschiedener Gehölze verändere sich das Mikroklima, das Klima werde insgesamt ausgeglichener, und Feuchtigkeit bleibe länger auf der Fläche bestehen. „Tau verdunstet dadurch nicht mehr so stark“, erklärt Olef Koch.

Die Bäume beugten außerdem der Wassererosion und Bodendegradation vor, sorgten für mehr Biodiversität und schwächten den Wind ab, der über das Feld fegt. Für Pflanzen und Tiere werde eine Habitatstruktur geschaffen, die dem Rückgang dieser Populationen entgegenwirke. Mit der Anpflanzung von Wert- und Nutzholz, aus dem auch Fruchterträge hervorgehen können, hätten Landwirte außerdem auf lange Sicht einen weiteren Ertrag und seien mit diesem zweiten Standbein nicht länger auf nur eine Kultur angewiesen.

Projekt wird etabliert

„Das Modellprojekt soll Leuten aus der Praxis die Vorteile der Agroforst näherbringen“, sagt Olef Koch. Noch werde der Agroforst viel Skepsis entgegengebracht, da dieses Bebauungssystem noch weitgehend unbekannt sei. „Wir wollen zeigen, wie es funktionieren kann“, sagt Olef Koch. Die Langzeituntersuchung ist studentisch organisiert und fordert von den etwa 50 Beteiligten ein hohes Maß an Engagement. „Wir sind dabei, das Projekt zu etablieren und werden in Zusammenarbeit mit Land-und Forstwirten in den nächsten Jahren diese und weitere Flächen in Brandenburg aktiv betreuen“, sagt Olef Koch.

Von Christina Koormann

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