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Oberhavel Woher der Meerrettich seinen Namen hat
Lokales Oberhavel Woher der Meerrettich seinen Namen hat
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17:30 25.01.2019
Wir finden die Antwort auf Bens Leserfrage. (Symbolbild) Quelle: Fotolia
Oberkrämer

Der neunjährige Ben aus Oberkrämer wandte sich mit einer Bitte an die MAZ-Redaktion: „Vielleicht könnt ihr mir die Frage beantworten: Warum heißt der Meerrettich Meerrettich? Er kommt doch nicht aus dem Meer“, schrieb er uns.

Sprachforscher der Universität Potsdam klären auf

Wir fingen an zu recherchieren und fragten bei den Sprachforschern an der Universität Potsdam nach. Die Professur für Geschichte und Variation der deutschen Sprache schien uns für dieses Anliegen genau der richtige Ansprechpartner zu sein. Und tatsächlich konnte Elisabeth Berner die Leserfrage von Ben auch beantworten:

Hätten Sie es gewusst?

Meerrettich ist eine Pflanze, die die Menschen schon vor über 1000 Jahren kennenlernten. Wie alle neuen Pflanzen musste auch diese einen Namen bekommen und so nutzten sie ihnen bekannte Wörter, um sie zu benennen. „Meerrettich“ ist ein zusammengesetztes Wort, das aus „Meer“ und „Rettich“ besteht. Das Wort „Rettich“ kannten sie bereits; es kommt aus dem Lateinischen und bezeichnete hier Wurzeln, die essbar sind, einen scharfen Geschmack haben (wir kennen ja auch die “Radieschen“, in denen sich auch das Wort "Rettich" versteckt) und eine lange Wurzel haben. Das Wort“ Meer“ wurde hinzugefügt, da die Pflanze aus dem Südosten Europas eingeführt worden – also von weit entfernt und wie die Menschen glaubten: „über“ das Meer gekommen - ist. Meerrettich bedeutet also: ‚Rettich, der über das Meer (zu uns) gekommen ist'. Da es eine sehr nützliche und gesunde Pflanze ist, die auch in der Medizin verwendet wurde, hat sich der Name bis heute erhalten und ist nur in der Schreibung dem heutigen Deutsch angepasst worden. Manche Forscher glaubten früher auch, dass das Wort zu „mehr“ gehört und also eigentlich „große Wurzel“ bedeutete, aber das wird heute doch abgelehnt."

Ernährungsforscher verweisen auf Feinheiten der Wurzel

Auch das renommierte Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke freute sich über die „interessante Frage“, wie Susann-C. Ruprecht erklärte, wenngleich „wir keinen Etymologen sind“. So blieb es bei einem Verweis auf „ernährungsrelevante Informationen zum Meerrettich beim Bundeszentrum für Ernährung unter diesem Link www.bzfe.de/inhalt/frischer-meerrettich-28647.html.“

Haben Sie auch eine Frage?

Haben Sie auch eine Frage, für die wir auf Spurensuche gehen sollen? Dann melden Sie sich gern unter oranienburg@maz-online.de bei uns.

Von Nadine Bieneck

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