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Oberhavel Diese Herren wollen Bürgermeister werden
Lokales Oberhavel Diese Herren wollen Bürgermeister werden
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00:26 30.03.2015
Ralf Heymann (stehend) moderierte die Veranstaltung des Seniorenbeirates Birkenwerder am Donnerstagabend. Die Kandidaten (sitzend v.l.): Roger Pautz, Torsten Lindner, Jens Kruse, Silvio Reinke, Stephan Zimniok, Torsten Werner, Frank Wagner.
Ralf Heymann (stehend) moderierte die Veranstaltung des Seniorenbeirates Birkenwerder am Donnerstagabend. Die Kandidaten (sitzend v.l.): Roger Pautz, Torsten Lindner, Jens Kruse, Silvio Reinke, Stephan Zimniok, Torsten Werner, Frank Wagner. Quelle: Helge Treichel
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Birkenwerder

Die sieben Bürgermeisterkandidaten für die Wahl am 19. April haben sich am Donnerstag erstmals gemeinsam vorgestellt. Rund 160 Gäste waren der Einladung ins (völlig überfüllte) Rathaus gefolgt. Eine Steilvorlage für Moderator Ralf Heymann, der unter Beifall den ersten Wunsch an die Kandidaten richtete: endlich einen Gemeindesaal im Ort zu schaffen. Zum Auftakt gab der 83-Jährige jedem die Gelegenheit, sich und seine Ziele vorzustellen, Fragen stellten die Gäste.

"Als ich in die SPD eingetreten bin, waren Sie zehn", sagte Torsten Lindner (49) zu seinem Vorredner. Seit den 1990er-Jahren sei er kommunalpolitisch aktiv. Als Psychologe sei er gewohnt, mit schwierigen Situationen umzugehen. Buslinie, Schule, altersgerechtes Wohnen und bürgernahe, moderne Verwaltung nannte der vierfache Familienvater als Stichworte seiner Politik: "Weniger regeln, mehr Kommunikation."

Weniger politische Erfahrung, dafür mehr Verwaltungseinblick bringt Jens Kruse (50) mit. Der Baumaschinist hat Tief- und Straßenbau studiert und ist seit 2000 im Bauamt Birkenwerder tätig. Nach zuvor zehn Jahren als Bauleiter in der freien Wirtschaft wisse er, was Kosten, Menschenführung und Motivation seien. Seine Ziele: wirtschaftliche Stabilität, vorurteilsfreie Sachabwägungen, den Ort voranbringen statt Parteipolitik.

Verwaltungserfahrung bringt Silvio Reinke (45) als Berliner Berufsfeuerwehrmann mit. Als solcher stehe er in Verantwortung für Menschenleben, könnte also damit umgehen. Seniorengerechtes Wohnen möchte er genossenschaftlich auf dem alten Sportplatz organisieren. Kriminalität will er mit Sicherheitspartnerschaften begegnen und den Platzmangel in der Grundschule mit einem neuen Hortgebäude auf dem Obermühlengrundstück entschärfen. Das alte Wasserwerk ließe sich zum Gemeindehaus umbauen.

Drei Dinge sind Frank Wagner (57) wichtig und "maßgeblich für die Zukunft": eine unabhängige, schuldenfreie Gemeinde, Kitas in kommunaler Trägerschaft und ein konstruktives Miteinander in Verwaltung und Parlament. Der Staatswissenschaftler und Handwerksmeister ist seit 2008 in der Verwaltung tätig, Personalratsvorsitzender ist er seit sechs Jahren.

Da die Wahlprogramme, wie einzelne Kandidaten selbst feststellten, recht ähnlich sind, lohnt sich ein persönlicher Eindruck. Die nächste Möglichkeit dazu besteht bei einer Podiumsdiskussion am 13.April ab 19Uhr in der Aula der Pestalozzigrundschule.

Wahl am 19. April 2015

  • Nach der Abwahl von Bürgermeister Norbert Hagen (parteilos) am 16. November wird vorzeitig ein neuer Verwaltungschef in Birkenwerder gesucht. Gegen ihn liegt eine Anklage wegen Korruptionsverdachts vor.
  • Sieben Männer stellen sich zur Wahl, zu der alle Einwohner ab 16 Jahren am 19. April aufgerufen sind.
  • Die erwartete Stichwahl ist am 10. Mai.
  • Zur Wahl stehen:
    • Jens Kruse (parteilos, Einzelkandidat und zurzeit amtierender Bürgermeister Birkenwerders),
    • Torsten Werner (B 90/Grüne, gemeinsamer Kandidat der Grünen und Linken),
    • Frank Wagner (Einzelkandidat),
    • Torsten Lindner (SPD),
    • Silvio Reinke (Alternative Liste Birkenwerder – Alibi),
    • Roger Pautz (CDU) und
    • Stephan Zimniok (Wählergruppe Bürger im Fokus).

Von Helge Treichel

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