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Birkenwerder Allen Umbrüchen getrotzt
Lokales Oberhavel Birkenwerder Allen Umbrüchen getrotzt
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15:43 10.09.2019
Philipp Gall überreichte eine Urkunde, Steffen Apelt gratulierte Uwe Lambeck (v.l.). Quelle: Andrea Dreger
Bergfelde

25 Jahre Mitglied in der Industrie- und Handelskammer (IHK) – das war Oranienburgs IHK-Geschäftsstellenleiter Philipp Gall am Montag einen Besuch beim Autohaus Lambeck in der Uhlandstraße wert. „Wertschätzung für Unternehmen, die im Landkreis für Wohlstand sorgen“, wolle er damit ausdrücken. Zum Jubiläum gratulierte Bürgermeister Steffen Apelt (CDU), Philipp Gall überreichte eine Urkunde an den Inhaber Uwe Lambeck. Der freute sich: „Wir hatten selbst gar nicht an die 25 Jahre GmbH gedacht.“

Denn Uwe Lambeck kann auf mehr als 40 Jahre Selbstständigkeit zurückblicken. Währenddessen hat er 70 Lehrlinge ausgebildet. Der Start 1978 außerhalb der volkseignen DDR-Wirtschaft war schwierig. Für eine Gewerbeanmeldung brauchte er einen Werksvertrag. „Ich bin nach Brandis in Sachsen gefahren und habe mir den beim Hersteller für die Versehrtenfahrzeuge ,Duo’ besorgt“, erinnert er sich. Dazu kam dann noch die Reparatur von Simson-Mopeds. Gall lobt: „Uwe Lambeck trotzte sowohl den politischen Umbrüchen als auch den wirtschaftlichen.“

Lambeck ergriff sofort seine Chance in der Umbruchzeit 1990 und begann mit dem Handel. Wieder fuhr er selbst los. „Wir haben die Simsons direkt in Suhl vom Band abgeholt“, freut er sich noch immer über den Coup, der im kratzerfreie Mopeds garantierte, die ihn von der Konkurrenz abhoben. Weiter ging es mit den Fabrikaten einer großen deutschen Automarke, ehe ebenfalls schon 1990 ein Messekontakt zur bis heute gehandelten französischen Automarke führte.

In der Folgezeit entstanden drei Filialen in der Region mit bis zu 80 Mitarbeitern. Durch die Untreue eines Verkäufers büßte Lambeck vor sieben Jahren die Niederlassungen ein und hat heute in Bergfelde 29 Beschäftigte. Mit seinem Autohaus mit angeschlossener Werkstatt und Autowäsche stellen sich der 76-jährige Inhaber und sein Geschäftsführer Dennis Kühn der Zukunft. Ab 2020 soll eine Photovoltaikanlage die eigenen Elektroauto-Ladesäulen versorgen und eine neue größere Halle den wachsenden Bedarf an Wohnmobil-Reparaturen ermöglichen.

Von Matthias Busse

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