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Birkenwerder Berufsorientierungstournee: Neue Einblicke für Lehrer
Lokales Oberhavel Birkenwerder Berufsorientierungstournee: Neue Einblicke für Lehrer
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01:16 09.03.2019
Benjamin Körber (l.) erklärt den Lehrern eine der hochgenauen Maschinen des 40-Mann-Unternehmens. Quelle: Enrico Kugler
Benjamin Körber (l.) erklärt den Lehrern eine der hochgenauen Maschinen des 40-Mann-Unternehmens. Quelle: Enrico Kugler
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Birkenwerder

Da staunten die Lehrer aus Oranienburg, Birkenwerder und Gransee nicht schlecht, als Benjamin Körber, der zusammen mit seinem Vater Peter seit 2010 das Präzisionsmechanikunternehmen „Körber & Körber“ in Birkenwerder leitet, verriet, dass die Kamerahalterungen an der Raumstation ISS aus ihrer Firma stammten.

Im Rahmen der BOT besichtigen Lehrer aus Oberhavel das Präzisionsmechanikunternehmen „Körber & Körber“ in Birkenwerder.

Sie seien eben keine Serienteilfertiger, so Körber, sondern für hochgenaue Teile in Kleinstückzahl zuständig. Egal ob für die Medizintechnik, für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrtechnik oder im Bereich der Hochvakuumtechnik für die Teilchenbeschleuniger in Berlin, Hamburg oder Genf. Aber auch die Presswerkzeuge, mit denen auf Werften für Kreuzfahrtschiffe oder in dänischen Krankenhäusern die Rohre der Hochdrucklöschleitungen verpresst werden, stammen aus Birkenwerder.

Lehrer zu Besuch in Birkenwerder

Im Rahmen der Berufsorientierungstournee (BOT) besuchten am Mittwoch Lehrer aus Oberhavel das Unternehmen, auch um die dortigen Ausbildungsberufe kennenzulernen. Im Landkreis gebe es die BOT bereits seit zehn Jahren und sie habe sich sehr bewährt, berichtet Michael Kunert, der selber Lehrer an der Torhorstschule ist, aber sich für das „Netzwerk Zukunft“ einen Tag in der Woche für die Berufsorientierung an Schulen engagiert. Als Partner steht der BOT die Winto zur Seite, die noch drei weitere Unternehmensbesuche für Lehrer in diesem Schuljahr geplant hat. So stehe am 16. März die Firma Grunske auf dem Programm, berichtet Dirk Thanhäuser, Projektleiter der Winto.

Gelegenheit, Unternehmen kennenzulernen

Die BOT sei eine gute Gelegenheit Unternehmen kennenzulernen, erklärt Janina Gutjahr, die Deutsch, WAT und Berufsförderung an der Oranienburger Jean-Clermont-Schule unterrichtet. Da sei es besonders wichtig, die Ausbildungsberufe zu kennen, die Teil des Unterrichts seien. Zerspanungsmechaniker, Industriekaufleute und Lagerlogistiker werden bei „Körber & Körber“ ausgebildet. Während letztere Standardausbildungen sind, ist der Beruf des Zerspanungsmechaniker eher ein Nischenberuf.

Wenige, aber gute Bewerbungen

„Wir erhalten wenige Bewerbungen, aber wir sind mit der Qualität zufrieden“, so Benjamin Körber, der klar stellt, dass man nicht für den allgemeinen Markt, sondern für das eigene Unternehmen ausbilde. „Ausbildung kostet Geld!“ Stets willkommen seien daher auch Praktikanten, die zwar noch nicht die Maschinen bedienen dürfen, aber alle Abteilungen des hochmodernen Unternehmens kennenlernen und in der Montage mit anpacken können. Auch eine spezielle Ausbildungsmaschine gibt es, dort wo die Azubis die Materialien erst einmal kennenlernen können, berichtet Benjamin Körber. „Was passiert mit dem Werkstück bei welcher Drehzahl?“ Die Azubis sollen „die Vibrationen spüren“, bevor sie anfangen die Maschinen zu programmieren. „3,5 Jahre Ausbildung machen schon Sinn“, so Körber.

Begeistert von der BOT

„Ich habe jetzt selbst ein Bild von dem Beruf und dem Unternehmen und kann es so viel besser erklären“, gefällt Gabriella Balla von der Siemensschule in Gransee die Idee der BOT. „Denn nur so kann man die Schüler begeistern.“

Von Ulrike Gawande

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