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Birkenwerder Bürgermeister würdigt das Ehrenamt
Lokales Oberhavel Birkenwerder Bürgermeister würdigt das Ehrenamt
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00:20 02.04.2019
Kerstin Hoffmann, Roselyne Dirk und Torsten Werner vom Vorstand des Briesetalvereins gehörten zu den Gästen des Ehrenamtsempfangs in Birkenwerder. Quelle: Helge Treichel
Birkenwerder

Man müsse schon ein wenig „positive Verrücktheit“ mitbringen, um ehrenamtlich tätig zu sein. Um freiwillig bürokratische und sonstige Hürden zu überwinden, seine Freizeit einem gemeinnützigen Ziel zu widmen und sich jeden Tag auf den Weg zu machen, den Heimatort etwas lebenswerter zu machen.

„Schön, dass es sie gibt!“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F.) am Freitagabend die Gäste des Ehrenamtsempfangs im Rathaus Birkenwerder. Es gebe ein zusammenfassendes Wort für all das, so Zimniok: „Danke!“ Der Abend sei dafür gedacht, Impulse zu geben oder zu bekommen und zu „netzwerken“.

Gastgeber des Abends: Kerstin Villalobos und Stephan Zimniok. Quelle: Helge Treichel

Ob Fördervereine, Handel- und Gewerbetreff oder Jugendarbeit – an diesem Abend seien Leute versammelt, „die sich dafür einsetzen, dass das Gemeindeleben vor Ort funktioniert“, sagte Kerstin Villalobos (SPD) als Vorsitzende der Gemeindevertretung. Mit dem Kulturverein, der das ehemalige Wasserwerk als Veranstaltungsort reaktivieren möchte, habe dieser Kreis der Aktiven jüngst Zuwachs bekommen. Und mit „Birke macht Musik“ hätten sich kürzlich Freizeitmusiker zusammengefunden.

Kerstin Villalobos nutzte die Gelegenheit, die Arbeit der ebenfalls ehrenamtlichen Kommunalpolitiker zu resümieren. Trotz der „aufregenden Zeit“ nach der Suspendierung des vorherigen Bürgermeisters sei „eine ganze Menge“ erreicht worden. Das betreffe den Staßenausbau, den Jugendclub, den Mietwohnungsbau, die Kitabetreuung und die Vereinsförderung.

Das „Trio Sonnenschein“ spielte beim Ehrenamtsempfang 2019 in Birkenwerder. Die Lautstärke erschwerte allerdings die Gespräche. Quelle: Helge Treichel

Ganz bewusst seien bei der Würdigung keine Prioritäten gesetzt worden, sagte Bürgermeister Zimniok der MAZ. Ein Verein zeigt im Rathaus jedoch aktuell besondere Präsenz – der Verein zum Schutz des Briesetals und der Havelwiesen, kurz Briesetalverein. Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens, das Mitte März mit einem Empfang gefeiert wurde, ist im Rathaus noch bis zum 9. Mai eine Ausstellung zu sehen. Auf 17 Schautafeln wird die vielfältige Arbeit der aktuell fast 50 Mitglieder für den Naturschutz im Ort dargestellt.

Das Engagement reicht vom Bau von Nistkästen und Aufräumaktionen über die Renaturierung des Papenluchs und den engagierten Baumschutz bis hin zu Wanderungen, Vorträgen und einem jährlichen Kinderwettbewerb (Motto: „Nur was du kennst und liebst, wirst du schützen.“). Aktuell wurde der Wettbwerb zum 13. Mal ausgelobt. Geldpreise im Wert bis 500 Euro winken. Das vorgegebene Thema befasst sich mit der Welt der Käfer, es kann aber auch ein eigenes Thema gewählt werden. Einsendeschluss ist der 14. Juni. Mit „Birkenwerder blüht auf“ oder einer Luftpumpe für Radfahrer in Not in der Touristeninformation am Bahnhof sind weitere Akzente gesetzt worden. Zum nächsten Brieseputz wird für Sonnabend, 6. April, eingeladen. Treffpunkt ist um 10 Uhr die Obermühle an der B 96 (Briesebrücke).

Während des Empfangs im Rathaus. Nach den Reden wurde das Büfett eröffnet. Quelle: Helge Treichel

Zu den Gästen zählte unter anderen Manuela Dörnenburg (54) vom Förderverein Gedenkstätte Clara Zetkin. Seit der Gründung vor 19 Jahren leitet die studierte Historikerin den Verein, in in Falkensee als Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte tätig ist. Ausgangspunkt für ihr Engagement war das Ziel, angesichts der drohenden Umnutzung der Villa, eine Lobby für die Frauenrechtlerin zu schaffen. Mit Ausstellungen und Veranstaltungen gelingt das bis heute.

Manuela Dörnenburg. Quelle: Helge Treichel

Seit zehn Jahren ist Dietmar von Prondzinsky (63) Vorsitzender des Seniorenbeirates. Er war über die Seniorenunion, die er inzwischen verließ, zur Seniorenarbeit gekommen. „Mein Ziel ist es, die Belange und Bedürfnisse der Senioren in den Fokus zu rücken“, sagt er. Diverse Veranstaltungen sowie Fahrten und Ausflüge ergänzen das Programm, insbesondere während der jährlichen Seniorenwoche.

Dietmar von Prondzinsky. Quelle: Helge Treichel

Ebenso die ältere Generation hat Ludwig Schattka (80) im Blick. Er ist Vorstandssprecher des Vereins „Treffpunkt Birkenwerder“, der in seinem Haus an der Friedrich-Engels-Allee 14 ein Angebot für seine aktuell 180 Mitglieder schafft. Dort ist im Jahr 2000 zum Beispiel die erste Männergymnastikgruppe entstanden. Es gibt weitere Gruppen für Frauen. Aber man trifft sich unter anderem auch zum Skatspiel. Noch eine weitere zweijährige Wahlperiode hat sich Schattka bereit erklärt, dort „die Dinge in die Hand zu nehmen“.

Ludwig Schattka. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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