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Birkenwerder Fitnesstrainer lässt Weihnachtspfunde schmelzen
Lokales Oberhavel Birkenwerder Fitnesstrainer lässt Weihnachtspfunde schmelzen
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01:15 30.12.2018
Bei der Standwaage ist wichtig, dass Kopf und Rücken gerade sind. Das Standbein darf knieschonend gebeugt sein. Quelle: Enrico Kugler
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Birkenwerder

Erst eine leckere Gänsekeule zum Mittag, dann Kaffee und Kuchen und zwischendurch auch noch was Süßes vom bunten Teller – die Weihnachtszeit ist auch die Zeit des Schlemmens. Die Quittung dafür zeigt uns dann die Waage. „Wer keine Lust oder keine Zeit hat, im Fitnessstudio die Schlemmerpfunde wieder loszuwerden, kann schon bei einem entspannten Spaziergang viel für seine Fitness tun.“ Das sagt der Fitness- und Personaltrainer Robbin Franke (32) aus Birkenwerder.

Liegestütze an der Bank trainieren die Rückseite Oberarme sowie die Brustmuskulatur. Anfänger sollten alle Übungen nur wenige Sekunden ausführen und sich dann steigern. Quelle: Enrico Kugler

„Übungsgerät“ kann dabei zum Beispiel eine Parkbank werden. „Schon mit einfachen Übungen kann man daran den gesamten Körper trainieren“, sagt Robbin Franke, der als Gesundheitscoach auch Krankenkassen berät und auch für den Deutschen Olympischen Sportbund tätig ist. Frankes Motto: Die Übungen sollen Spaß machen und kein Zwang sein. „Sobald es irgendwo weh tut oder man in eine Schieflage gerät, muss man die Übung abbrechen, eine kurze Pause machen, sich lockern und neu starten“, rät Franke, der auch eine Trainer-Lizenz in der Fachrichtung Orthopädie hat.

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Geht die Kniebeuge nach unten, wird eingeatmet. Die Knie dürfen bei der Beuge nicht zu weit über die Fußspitzen schauen. Quelle: Enrico Kugler

Starten sollte man mit einer Trainingszeit von etwa 30 Sekunden pro Übung. Klappt das gut, kann man die Übung auf 60 Sekunden ausdehnen und auch Wiederholungen machen. Am Anfang sollte man sich nicht zuviel vornehmen. Wenn man dann am nächsten Tag vor Muskelkater kaum in die Gänge kommt, sei bei den meisten Leuten die Motivation zum Weitermachen verpufft. „Ein-, zweimal die Woche Sport reichen. Aber es sollte regelmäßig sein. So hat man einen Trainingsreiz und merkt, dass man Fortschritte erzielt“, sagt der Gesundheitscoach, der auch eine Ausbildung zum Ernährungsberater hat.

Die Bank als Stütze nehmend, wird das linke Bein und der linke Arm gestreckt. Diese Übung stärkt die Rückseite des Oberkörpers. Hohlkreuz ist zu vermeiden. Quelle: Enrico Kugler

Sein Fable für Sport hat Robbin Franke schon als Sechsjähriger entdeckt. „Ich habe schon immer leidenschaftlich gern Fußball gespielt“, sagt Robbin Franke. Bis ein Sportunfall 2009 alles änderte. Beim Fußball verdrehte er sich so stark das Knie, dass danach erstmals nichts mehr ging. „Ich überlegte, wie ich dem Sport auf andere Art und Weise treu bleiben und zugleich meinen erlernten Beruf als Kfz-Mechatroniker hinter mich lassen kann“, sagt Robbin Franke. Die Lösung: Er ließ sich zum Sportfachmann ausbilden.

„Aus meiner Sicht ist leichter Sport vergleichbar mit Körperpflege“, meint Robbin Franke. „So, wie wir unsere Zähne putzen und pflegen, pflegen wir mit leichten Übungen unsere Sehnen, Muskeln und unsere Darmflora und alles zusammen bewirkt, dass wir uns besser fühlen und gesünder sind.“ Schon morgens beim Zähneputzen könnte man starten, seinem Körper Gutes zu tun. „Halten Sie sich am Waschbecken fest und gehen sie langsam und gerade in die Hocke“, rät der Experte. Wichtig sei dabei, dass die Knie nicht zu weit über die Zehen gestreckt sind.

Von Jeannette Hix