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Birkenwerder Kontroverse Diskussion zu Baumfällungen
Lokales Oberhavel Birkenwerder Kontroverse Diskussion zu Baumfällungen
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16:01 01.02.2019
Die Weimarer Straße in Birkenwerder. Hier soll der Gehweg erneuert werden. Quelle: Gemeinde Birkenwerder
Birkenwerder

Vertreter der Gemeindeverwaltung, der Unteren Naturschutzbehörde (UNB), des Landesbüros anerkannter Naturschutzverbände sowie beteiligte Gutachter und Fachplaner trafen sich am Donnerstag im Rathaus, um über die geplante Fällung von Alleebäumen in der Weimarer Straße zu diskutieren. Das wird aus dem Rathaus mitgeteilt.

Hintergrund sind die aufgenommenen Fällarbeiten durch eine von der Gemeinde beauftragten Firma. Da das nötige Einvernehmen der zuständigen unteren Naturschutzbehörde bis dato nicht hergestellt worden war und in der Verwaltung aufgrund eines Sachbearbeiterwechsels das Fehlen der Genehmigung übersehen wurde, wurden die Arbeiten abgebrochen und das Gespräch mit den genannten Fachleuten gesucht. Bürgermeister Stephan Zimniok entschuldigte sich („Es ist mir äußerst peinlich.“) für die Ordnungswidrigkeit, die Fällung ohne Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde und entgegen der kritischen Stellungnahmen der anerkannten Naturschutzverbände, veranlasst zu haben.

Naturschützer hoffen auf Erhalt der Bäume

Kerstin Hoffmann vom Briesetalverein sieht die Argumentation der Naturschützer bestätigt: „Die Untere Naturschutzbehörde und deren Baumgutachter, gaben in ihrer Stellungnahme bekannt, dass die Standfestigkeit und die Gesundheit der Kastanien keinen Fällungsgrund darstellen würden“, sagt sie. Lediglich ein Baum sei verkehrstechnisch als bedenklich eingestuft worden.

„Wir verfolgen den Prozess weiter und hoffen auf eine baumerhaltende Lösung des Gehwegausbaues bei der nächsten Begehung durch die UNB und dem Gehwegbauer“, sagte Kerstin Hoffmann. Am 11. Februar werde ein weiterer Ortstermin festgelegt.

Ziel bleibt es, einen Kompromiss zu finden

Ziel in der kontrovers geführten Debatte am Donnerstag war es, einen Kompromiss herbeizuführen, bei dem die technische Realisierbarkeit des Ausbaus von Gehweg und Beleuchtung noch gegeben ist, aber die Zahl der dafür zu fällenden Bäume weiter reduziert wird.

Bei einem zeitnahen Ortstermin mit allen Beteiligten soll der Zustand jedes Baumes noch einmal genau betrachtet werden, wobei die Standsicherheit und ein daraus einhergehendes Gefährdungspotential der bis zu 90 Jahre alten Bäume ermittelt werden muss. Es wird nach technischen Möglichkeiten gesucht, die im Gehwegbereich störenden Wurzeln zu überbauen, um die Barrierefreiheit wieder herzustellen, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus.

Um in diesem Verfahren eine hohe Transparenz zu schaffen, würden alle Anwohner der Weimarer Straße zeitnah in einem Informationsschreiben über den aktuellen Sachstand informiert.

Von Helge Treichel

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