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Birkenwerder Vom Pumpwerk zum Kulturpark
Lokales Oberhavel Birkenwerder Vom Pumpwerk zum Kulturpark
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00:23 17.12.2018
Das ehemalige Wasserwerk (Pumpwerk) in Birkenwerder ist seit Jahren leerstehend.
Das ehemalige Wasserwerk (Pumpwerk) in Birkenwerder ist seit Jahren leerstehend. Quelle: Enrico Kugler
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Birkenwerder

Sie haben eine Vision, eine Vorstellung davon, wie das alte Wasserwerk zukünftig einmal aussehen und vor allem genutzt werden könnte. Aus diesem Grunde schlossen sich nach einer Begehung der Örtlichkeiten 19 engagierte Bürger aus Birkenwerder zusammen und gründeten am 19. November den Förderverein „Kulturpark Birkenwerder“. Mit dem Vereinsziel, Kunst und Kultur im Ort zu fördern sowie das gemeindeeigene, ehemalige Pumpwerk als soziokulturelle Einrichtung zu gestalten, zu fördern, zu erhalten und zu betreiben.

Positive Beispiele in Oranienburg und Mühlenbeck

Positive Beispiele, dass so ein Vorhaben gelingen kann, wenn sich viele aktive Menschen zusammentun, sei dabei das Oranienwerk in Oranienburg oder die Mönchmühle in Mühlenbeck, hoffen die Vereinsmitglieder. Notariell wurde der Verein bereits beurkundet, die Gemeinnützigkeit sei beantrag, berichtete am Donnerstagabend die zweite Vorsitzende Anne Wihstutz in der Gemeindevertretersitzung. In den letzten Wochen hatten die Vereinsmitglieder ihre Ideen in den verschiedenen Ausschüssen vorgestellt, denn Grundlage für ihre Arbeit ist eine Nutzungsänderung für das Teilgebäude des alten Pumpwerkes. Weg von einer Betriebsstätte hin zu einem Veranstaltungsort, der, geht es nach dem Verein, die „Ortsmitte beleben“ und auch alte und junge Menschen zusammenführen soll, so Wihstutz. Wichtig war ihr, dass der Verein Kulturpark für und von den Bürgern lebe.

Weitere Nachrichten aus der Gemeindevertretersitzung:

Bei den Kommunalwahlen 2019 bildet Birkenwerder einen Wahlkreis. Wahlleiterin ist Jana Weiß, ihre Stellvertreterin Juliane Groth. Mit zehn Ja-Stimmen wurde eine Änderungssatzung zur Baumschutzsatzung beschlossen, wodurch Eberesche, Nussbaum und Esskastanie nun als schützenswert gelten. Zuvor gehörten sie formal zu den in Birkenwerder nicht geschützten Obstgehölzen. Bürgermeister Stephan Zimniok informierte über den aktuellen Stand bezüglich der 380KV-Leitung. Es habe ein Gespräch mit dem Betreiber 50 hertz gegeben. Dieser beharre auf der Freilandleitung. Die Gemeinde habe aber klar gestellt, dass es auch anders gehe, so Zimniok. Ende Januar werde es einen Erörterungstermin geben für diejenigen, die zuvor Einwendungen eingereicht haben. Ein Informationsabend vorab sei in Planung.

Mit 14 Ja-Stimmen sprachen sich die Abgeordneten für die Erarbeitung eines interkommunalen Verkehrskonzeptes zusammen mit den Nachbargemeinden aus. Fördermittel werden beantragt.

Grünes Licht gab es auch für den Haushalt 2019. Dessen größte Vorhaben sind der Kitaneubau, Fahrzeuganschaffungen für Bauhof (Dreiseitkipper: 200 000 Euro) und Feuerwehr (TLF 6000: 400 000 Euro) und die Beseitigung von Nässeschäden sowie die Erneuerung der Regenentwässerung in der Grundschule (340 000 Euro). Außerdem steht auf dem Plan die Erneuerung der Straße von Briese nach Borgsdorf.

Lesungen, Konzerte, Kino und auch ein Café oder eine Galerie seien denkbar, so die stellvertretende Vereinsvorsitzende. „Es ist ein wunderbarer Raum mit dem Charme einer alten Industriestätte.“ Sinnvoll sei, dass ein Verein den Betrieb übernehme, ist Wihstutz überzeugt, denn der könne nicht nur andere Fördertöpfe anzapfen oder Sponsoren akquirieren, sondern auch die Entscheidungswege seien oft schneller und unkomplizierter.

1904 wurde das Gebäude errichtet

Doch der Weg ist noch weit, bis eine erste Veranstaltung in dem 1904 errichteten Gebäude in der Birkenwerder Straße stattfinden kann. Erst einmal müssen die Bedingungen für die Begehbarkeit geschaffen werden. Doch der erste Schritt in Richtung eines neuen kulturellen Highlights für die Gemeinde wurde getan, in dem die Gemeindevertreter einstimmig der beantragten Nutzungsänderung des alten Pumpwerkes zustimmten.

Info: Am Montag um 18.30 Uhr ist das nächste Treffen des Vereins im Rathaussaal. Ab 18 Uhr werden Fragen Interessierter beantwortet.

Von Ulrike Gawande

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