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Birkenwerder Entgleister Regionalzug bei Birkenwerder geborgen – Bahnen rollen wieder
Lokales Oberhavel Birkenwerder Entgleister Regionalzug bei Birkenwerder geborgen – Bahnen rollen wieder
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00:24 06.04.2019
Die Bergungsarbeiten in Birkenwerder dauerten bis Mittwochmittag an. Der gesamte Bahnverkehr auf der Strecke war währenddessen unterbrochen. Quelle: Enrico Kugler
Birkenwerder

Nach der Entgleisung eines aus Oranienburg kommenden Regionalzuges der Linie RB20 am Dienstagabend um 19.24 Uhr in Birkenwerder dauerten die Bergungsarbeiten des Zuges bis Mittwochmittag an. Laut Bundespolizeisprecherin Katrin Kalex waren bei dem Unfall weder der Lokführer noch Passagiere verletzt worden.

Falsch gestellte Weiche löste offenbar Entgleisung aus

Nach ersten Erkenntnissen hatte eine kurz vor dem Bahnhof Birkenwerder falsch gestellte Weiche für die Entgleisung der Bahn gesorgt. Beim Überfahren sei ein Drehgestell des Zuges von den Schienen gesprungen, teilte die Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin am Dienstagabend mit.

Zugverkehr zwischenzeitlich unterbrochen

Durch den Unfall war der Zugverkehr der S-Bahnlinien S1 zwischen Frohnau und Oranienburg sowie der S8 zwischen Schönfließ und Birkenwerder unterbrochen. Auch der Regionalbahnverkehr zwischen Gesundbrunnen und Oranienburg ruhte. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet, der bis Mittwochmittag Bestand hatte. Lediglich die S8 verkehrte am Mittwochmorgen wieder regulär.

Bergungsarbeiten dauern bis Mittwoch an

Um den Zug zu bergen, wurde ein spezielles Bergungsgerät angefordert – nach MAZ-Informationen aus Schwerin. Der entgleiste Zug wurde schließlich mit Hilfe technischer Geräte zurück auf die Schienen gesetzt. Ein Kran sei dabei nicht erforderlich gewesen, erklärte Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Nach ersten Erkenntnissen weise der Zug keine schweren Beschädigungen auf. Die Bergungsarbeiten waren Mittwochmittag schließlich abgeschlossen. 13.30 Uhr nahm der Regionalverkehr den Betrieb wieder regulär auf.

RB20 verkehrt vorerst nur bis Hennigsdorf

Bis auf weiteres wird die RB20 jedoch nur bis Hennigsdorf verkehren. „Aufgrund des Unfalls fehlt uns vorerst ein Triebfahrzeug. Der entgleiste Zug muss nun untersucht und repariert werden, ehe er auf die Schiene zurückkehren kann. Da müssen wir jetzt schauen, wie schnell das geht oder aber wir Ersatz organisieren können“, erklärte Bahnsprecher Burkhard Ahlert dazu. Reisende der RB20-Linie werden daher gebeten, vorerst ab Hennigsdorf die S-Bahn zu nutzen. Wann die RB20 ihre reguläre Linie wieder befahren wird, stand am Mittwoch noch nicht fest. Ab 14 Uhr nahm am Mittwoch dann auch die S-Bahn wieder ihren normalen Verkehr auf.

Ein Regionalzug der Linie RB20 entgleiste Dienstagabend (2. April) in Birkenwerder. Die Bergung des Zuges dauerte bis zum Mittwoch an. Damit verbunden waren Zugausfälle und Schienenersatzverkehr auf den Linien RE5, RB20 und der S1. Mittwochnachmittag gab die Deutsche Bahn Entwarnung, rollten die Züge wieder an.

Neben der Bergung des entgleisten Zuges hatte die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) den Unfallort untersucht. „Das ist bei solch einem Vorfall ein ganz normales Vorgehen. Wir unterstützen das und wollen natürlich gewissenhaft bei der Aufklärung des Unfalls vorgehen“, erklärte Burkhard Ahlert. Gegen 13 Uhr seien die Untersuchungen abgeschlossen gewesen, die Betriebsaufnahme der Bahnen sei anschließend umgehend in Angriff genommen worden.

Der Zug mit der Anzeige „Hbf. Potsdam“ steht in Höhe Boddensee auf der freien Strecke. Ursache des Unfalls ist nach ersten Erkenntnissen eine falsch gestellt Weiche. Quelle: Helge Treichel

Zugführer entdeckt Weichenfehler zu spät

Der Triebwagenführer hatte den Fehler an der Weiche am Dienstagabend offenbar noch bemerkt und auch eine Bremsung eingeleitet. Er habe den Zug jedoch nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand bringen können, heißt es seitens der Polizei. Die zum Zeitpunkt des Unfalls an Bord befindlichen sieben Fahrgäste seien aus dem Zug in Sicherheit gebracht worden. Dazu wurden sie über die Gleisanlagen geführt und verließen an der Bahnbrücke in der Friedensallee den Bahndamm. Sie hätten die Fahrt zu ihrem Ziel mit Taxis fortsetzen können, so die Sprecherin. Der genaue Unfallhergang sei nun der Gegenstand von Untersuchungen.

Update: Ergänzungen zum aktuellen Stand der Bergungsarbeiten sowie zum Ende der Bergungsarbeiten wurden am Mittwoch (3. April) um 8.30 Uhr und 14.30 Uhr ergänzt.

Von Helge Treichel und Nadine Bieneck

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