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Birkenwerder Spielplätze: Jeden Freitag ist Kontrolltour
Lokales Oberhavel Birkenwerder Spielplätze: Jeden Freitag ist Kontrolltour
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08:48 29.03.2019
Bauhofleiter Peter Richter bei seiner wöchentlichen Spielplatzkontrolltour in Birkenwerder. Hier am Bebelplatz, wo alle Bänke überarbeitet wurden. Quelle: Ulrike Gawande
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Birkenwerder

Jeden Freitag macht sich Peter Richter, der vor wenigen Tagen sein 30-jähriges Jubiläum als Bauhofleiter von Birkenwerder feierte, mit seinem Stellvertreter Torsten Gordetzki auf, um alle fünf öffentlichen Spielplätze der Gemeinde zu kontrollieren. Auch die Akkus der sogenannten Smileys, der Geschwindigkeitsmesser werden auf dieser Tour gewechselt.

Wöchentliche Sichtkontrolle

„Wir machen jede Woche eine sogenannte Sichtkontrolle“, erklärt Peter Richter. Doch diese geht bei den Bauhofmitarbeitern in Birkenwerder deutlich über ein reines in Augenscheinnehmen hinaus, entspreche eher einer Funktionskontrolle, die auch regelmäßig durchgeführt werde. „Wir krabbeln rauf, fassen einmal alles an, das ist mehr als man eigentlich müsste“, sagt Gordetzki. „Wir gehen auf Nummer sicher.“ Einmal jährlich führt zudem ein externer Sicherheitsingenieur eine Hauptuntersuchung durch.

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Kontrolltour des Bauhofes bei den Spielplätzen in Birkenwerder Quelle: Ulrike Gawande

Ausgestattet mit einer Liste, auf dem jedes Spielgerät zu finden ist, ebenso wie Zäune, Wege, Bänke, Papierkörbe oder Sandkästen, wird jeder Spielplatz kontrolliert. Auch der hygienische Zustand spielt eine Rolle. Müll oder Scherben werden eingesammelt, Äste beseitigt. Und die Menge und der Zustand des Sandes untersucht und bei Bedarf gelockert. Dann rüttelt Peter Richter an den Holstäben des Klettergerüstes, fährt mit der Hand über die Balken, ob irgendwo Splitter, Risse oder Splisse zu merken sind. Bei den Schaukeln werden die Schraubverbindungen überprüft und es wird nachgesehen, ob eventuell Kettenglieder durchgescheuert sind.

Kontrolltour des Bauhofes bei den Spielplätzen in Birkenwerder Quelle: Ulrike Gawande

Auch der Schaukelsitz kommt nicht um eine Kontrolle herum. „Mutter und Schrauben müssen fest verschraubt sein.“ Beim Wipper, der von einer Kita übernommen wurde und nun auf dem Spielplatz am Bebelplatz steht, wird die Feder kontrolliert, die Sitzfläche, die Verschraubungen und die Griffe, die fest sein müssen. Wird ein Mängel festgestellt, wird er nach Möglichkeit sofort beseitigt. Ist das nicht möglich, wird der Mangel in die Liste eingetragen, die dann sofort im Bauhof ausgewertet wird. Muss doch einmal ein Kreuz in der Spalte „Gefahr im Verzug“ gemacht werden, sei die Verkehrssicherheit des jeweiligen Spielgerätes, der Stadtmöbel oder der Wege nicht mehr gegeben. Dann müsse das jeweilige Objekt gesperrt oder sogar abgebaut werden, erklärt Torsten Gordetzki. Oft sei Vandalismus die Ursache für solch massiven Mängel.

Kontrolltour des Bauhofes bei den Spielplätzen in Birkenwerder Quelle: Ulrike Gawande

Oder ein langer, strenger Winter. Denn bei langen Frostperioden sei durch den harten, gefrorenen Sand der Fallschutz nicht mehr gegeben, so der Fachmann. Aber auch Hitze und Trockenheit mache den Holzspielgeräten zu schaffen, hat Gordetzki beobachtet. „Nach einem trockenen Sommer ist vieles lose.“

Von Ulrike Gawande