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Birkenwerder Waldimbiss Briesekrug mit neuem Konzept: Alles Bio
Lokales Oberhavel Birkenwerder Waldimbiss Briesekrug mit neuem Konzept: Alles Bio
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17:55 13.05.2019
Lydia und Daniel Richter sind das Herz des Briesekrugs. Plastikbecher wie hier 2018, gibt es jetzt nicht mehr. Foto: Robert Roeske
Birkenwerder

Lydia Richter (42) hat ihren Mann Daniel (48) bei der Arbeit im Restaurant „Boddensee“ in Birkenwerder kennengerlernt. Das war vor acht Jahren. Im Januar 2016 heirateten die beiden. Und welcher Ort hätte dafür passender sein können, als der ihres Kennenlernens. Nun aber steht das Paar, das sieben Kinder zwischen fünf und 29 Jahren hat, davon zwei gemeinsame, wieder jedes Wochenende im Waldimbiss „Briesekrug“ im Briesetal hinterm Tresen.

Beim Waldimbiss Briesekrug gibt es kostenloses WLAN. Quelle: privat

Seit April hat der urige Imbiss, der bis 2017 rund 16 Jahre lang leer stand, wieder geöffnet. Doch der Saisonstart soll nun am Sonnabend gefeiert werden, berichtet Inhaber Henrik Lehmann, der hauptberuflich Leiter einer Berliner Sparkassenfiliale ist. Man habe gemeinsam an einem neuen Konzept gearbeitet, so der 46-Jährige, der nicht nur bis Ende 2018 für die SPD im Gemeindeparlament saß, sondern seit 2006 auch Inhaber des Restaurants „Boddensee“ ist. „Letztes Jahr habe ich es an meinen Koch verpachtet.“

nachhaltige Mahlzeiten Quelle: privat

Auch um die Zukunft des Briesekruges habe er sich intensiv Gedanken gemacht und mit seinen Mitarbeitern ernsthaft überlegt, wie dessen Zukunft aussehen könnte, so Lehmann. „Die erste positive Nachricht: Wir sind wieder da.“ Jeden Freitag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Ebenfalls an Feiertagen. Denn die reiflichen Überlegungen hatten einen guten Ausgang, sagt der engagierte Mann aus Birkenwerder. „Es ist schwer den Waldimbiss profitabel zu betreiben“, gibt er aber ehrlich zu. Es sei ein schwieriges Geschäft, da der Waldimbiss nur in der Saison von April bis Oktober geöffnet habe und hautsächlich an den Wochenenden Gäste in den Wald strömen. Vor allem für seine Mitarbeiter habe er sich aber entschieden, den Briesekrug wieder zu öffnen, erklärt Henrik Lehmann. Mit einem verfeinerten Konzept.

Die Soljanka hat einen festen Platz auf der Speisekarte Quelle: privat

So wird man Plastikgeschirr und Plastikbesteck im Briesekrug nun vergeblich suchen. Alles wurde auf Pfandflaschen und kompostierbares Einweggeschirr umgestellt. „Es gibt vom Teller, über die Strohhalme und die Servietten bis zum Besteck nichts, was nicht auf dem Kompost zu Erde wird“, betont der Mann aus Birkenwerder, der sich noch gut an seine eigene Einschulungsfeier am Boddensee und die goldene Hochzeit seiner Großeltern am Briesekrug erinnern kann. „Beide Orte sind mit vielen schönen Erinnerungen verbunden.“ Ihm liegt der Erhalt der Traditionsgaststätten am Herzen. „Ich habe sie übernommen, damit sie nicht sterben.“ Aber auch wenn es nur „Hobby“ für ihn ist, steckt doch viel Herzblut darin.

Hausgemachte Tortletts für die Leckermäuler Quelle: privat

Das kulinarische Angebot im Brieskrug sei klein, aber fein, so Lehmann. So stammen die Currywürste ebenso aus der Biomanufaktur in Velten wie das Bio-Hackfleisch für die hausgemachten Buletten nach Spezialrezeptur, begeistert sich Lydia Richter. Auch die Getränke haben ein Bio vorm Namen stehen. Trotzdem seien die Preise stabil geblieben, so Lehmann. Richter gefällt die Arbeit in der Natur und mit den Menschen. „Wir haben die leckerste Currywurst in der Region zu bieten“, ist sie überzeugt. Auch die Soljanka hat auf Kundenwunschdauerhaft einen Platz auf der Speisekarte gefunden. Und für die Leckermäuler gibt es Kuchen und Eis. „Das Softeis aus der Original DDR-Maschine ist der Renner“, lacht die 42-Jährige. Auch ein Briesfest soll es 2019 wieder geben.

Von Ulrike Gawande

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