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Oberhavel Bombardier: Stillstand bei Verhandlungen
Lokales Oberhavel Bombardier: Stillstand bei Verhandlungen
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18:30 30.08.2017
Die Stimmung bei den Beschäftigten schwankt derzeit zwischen Resignation und Streiklust Quelle: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Die Stimmung im Bombardier-Werk schwankt in diesen Tagen von Resignation bis Streikbereitschaft. Gestern kamen rund 400 Beschäftigte auf dem Firmengelände zur Betriebsversammlung zusammen. Derweil liefen die Gespräche des Gesamtbetriebsrates mit dem Management, Betriebsrats-Vize Volkmar Pohl und Anne Karl von der IG Metall klinkten sich 20 Minuten lang aus und brachten die Kollegen draußen auf den Stand der Verhandlungen. Auch nach sieben Tagen der Gespräche sei kein Durchbruch erzielt, das Management verzögere die Verhandlungen. Laut IG Metall zeichne sich ab, dass auch tarifliche Bestandteile wie Arbeitszeit, Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Leistungszulagen Verhandlungsgegenstand sein sollen.

Das jedoch lehnt der Betriebsrat ab. „Dass man jetzt an Dinge wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gehen will, sollte nicht Gegenstand der Verhandlung sein“, erklärte Heiko Engelmann vom Betriebsrat. Stattdessen solle sich das Management an die Zusage halten, dass es bis Ende 2019 keine betriebsbedingten Kündigungen im Werk gebe. Im Gegenzug sollen allerdings 400 bis 500 Jobs abgebaut, der Großteil der Züge künftig in Bautzen gebaut werden. „Aber nicht mal auf diesen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen hat das Management sich bislang festgelegt.“ Unklarheit herrsche auch weiter darüber, ob es auch über 2020 hinaus eine Produktion im Hennigsdorfer Werk geben werde. „Dabei haben wir zurzeit eine wahnsinnig große Auslastung, das Unternehmen kann in so einer Situation eigentlich in der Produktion niemanden kündigen.“ Es sei schwer, die Motivation aufrecht zu erhalten, wenn das Unternehmen die Arbeit einfach abziehen wolle, kritisiert Engelmann.

Die Fusion mit Siemens, die noch immer unbestätigt im Raum steht, wird in Hennigsdorf indes mit gemischten Gefühlen gesehen. „Ziel von Bombardier ist es, die Serienfertigung abzuziehen. Wir stehen eh mit dem Rücken zur Wand, was haben wir zu verlieren?“, fragt der Betriebsrat.

Eine Botschaft gestern war auch, dass die nächste Betriebsversammlung am 18. September stattfinden soll. „Bis dahin werden wir überlegen, wie wir auf das Ergebnis der Gespräche reagieren“, so Engelmann. Protest scheint nicht ausgeschlossen zu sein. Die Gespräche von Management und Gesamtbetriebsrat indes sollen heute ihren Abschluss finden.

Von Marco Paetzel

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