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Oberhavel Corona: Zwei zusätzliche Abstrichstellen in Oberhavel – jetzt 65 Erkrankte im Landkreis
Lokales Oberhavel Corona: Zwei zusätzliche Abstrichstellen in Oberhavel – jetzt 65 Erkrankte im Landkreis
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19:41 26.03.2020
Im Landkreis Oberhavel wurden zwei weitere Anlaufstellen für Corona-Tests eingerichtet. (Symbolbild) Quelle: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa
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Oberhavel

Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen ist im Landkreis Oberhavel weiter angestiegen und liegt nun bei 65 (Stand: 26. März, 12 Uhr). Dies teilte die Kreisverwaltung am Donnerstagnachmittag mit. Von den 65 Erkrankten befinden sich 56 Personen in häuslicher Quarantäne, vier müssen stationär behandelt werden. Wie bereits berichtet, ist zudem eine Person am vergangenen Freitag verstorben. Drei erkrankte Personen sind inzwischen geheilt. Geheilt bedeutet, dass ein bestätigter Fall symptomlos aus häuslicher Quarantäne oder dem Krankenhaus entlassen wurden. 548 Menschen aus Oberhavel stehen derzeit temporär zu Hause unter Quarantäne, weil sie begründete Verdachtsfälle sind. 404 Menschen wurden bereits negativ auf das Coronavirus getestet, bei 144 Personen steht das Testergebnis aktuell noch aus. Außerdem wurden 255 Menschen im Landkreis häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen direkten Kontakt hatten. Die regionale Verteilung der Corona-Fälle in Oberhavel erstreckt sich nach wie vor auf den gesamten Landkreis: Hennigsdorf (15), Hohen Neuendorf (12), Oranienburg (10), Glienicke/Nordbahn (7), Oberkrämer (7), Velten (6), Mühlenbecker Land (3), Löwenberger Land (2) sowie Liebenwalde, Leegebruch, und Zehdenick (jeweils 1 Fall).

Zwei neue Abstrichstellen im Kreis zur Entlastung der Oberhavel Klinik Hennigsdorf

Aufgrund der stetig steigenden Fallzahlen sind seit dieser Woche im Landkreis Oberhavel zwei weitere Abstrichstellen für möglicherweise mit dem Corona-Virus infizierte Personen eingerichtet worden: Die Praxis von Susanne Adam in Hohen Neuendorf sowie von Jens Albert (Praxis Schiffer) in Hennigsdorf wurden als Schwerpunktpraxen von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Oberhavel benannt und mit Schutzmaterial unterstützt. Weitere Abstrichpraxen könnten im Norden Oberhavels eingerichtet werden, teilte der Landkreis mit. Das Gesundheitsamt sei dazu mit der KVBB und den niedergelassenen Ärzten im Gespräch. „Wir freuen uns sehr, dass diese Kooperation zustande gekommen ist. So kann insbesondere die Rettungsstelle in Hennigsdorf der Oberhavel Kliniken, die bisher die größte Zahl der Abstriche übernommen hat, entlastet werden", sagt Amtsarzt Christian Schulze. Er lobt dabei besonders die kollegiale Zusammenarbeit mit Susanne Adam und Jens Albert und ihren gesamten Teams: „Wir sind sehr froh, dass wir Ärzte gefunden haben, die sich dazu bereit erklärt haben, als Abstrichstelle zu arbeiten." Der Landkreis Oberhavel unterstützt die Arbeit der Praxen logistisch und weist darauf hin, dass Abstriche in den Praxen, ebenso wie in den Rettungsstellen, nach wie vor nur nach vorheriger Terminvergabe möglich sind. Die Termine werden über die Hausärzte und das Gesundheitsamt koordiniert.

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Was tun im Verdachtsfall?

Wer den Verdacht hat, erkrankt zu sein, sollte nicht unangemeldet in eine hausärztliche Sprechstunde gehen, betont die Kreisverwaltung. Denn dort könnte er möglicherweise weitere Menschen anstecken. Es ist unbedingt notwendig, beim Hausarzt oder auch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 anzurufen. Die Ärzte werden gezielt nach Symptomen fragen und den Betroffenen untersuchen. Informationen gibt auch das Gesundheitsamt über das zentrale Infotelefon. Es ist unter der Rufnummer 03301/6013900 montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 14 Uhr zu erreichen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes informieren unter der Hotline zu allen medizinischen Fragen rund um das Virus. Nachfragen können auch per E-Mail an das Gesundheitsamt des Landkreises gerichtet werden. Die Mailadresse lautet: ges.corona@oberhavel.de.

Von MAZonline