Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Der Harvester ist schon bestellt
Lokales Oberhavel Der Harvester ist schon bestellt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:03 20.10.2014
Steffen Nowak kümmert sich um den Fürstenberger Stadtwald. Quelle: Anke Dworek
Fürstenberg

Ein paar Meter vom Schullandheim Waldhof befindet sich der südöstlichste Teil des Stadtwaldes. Natürlich hatte der Rathenower nicht vor, einer Fürstenbergerin die Schönheit ihres heimischen Waldes zu zeigen; das hieße, Eulen nach Athen zu tragen. Ihm ging’s vor allem darum, der Öffentlichkeit mitzuteilen, was demnächst in diesem Waldstück in der Nähe des Stolpsees und der Siggelwiesen passieren wird. „Ab November beginnen wir dort mit einer nachhaltigen Waldpflege mit modernen Holz erntemaschinen“, kündigte Nowak an. Im Klartext: Der Harvester ist schon bestellt.

Die mit roter Farbe gekennzeichneten Bäume auf einer Fläche von rund 20 Hektar werden entfernt. Es sind oft nur Stangen, die ohnehin absterben würden. Aber bis dahin würden sie den dickeren, gesunden Bäumen den Raum und das Licht zum Wachsen nehmen. 1000 Festmeter Kiefer und 100 Festmeter Birke will Nowak dort ernten lassen.

Mit der Übernahme der Waldbewirtschaftung in Fürstenberg ist der 40-Jährige gleich vor eine große Aufgabe gestellt worden. Normalerweise findet in einem Wald alle zehn Jahre eine Inventur statt, in Fürstenberg war die letzte vor 20 Jahren. „Das wird jetzt alles nachgeholt. Der Fachmann nennt das ’Forsteinrichtung’. Sie beinhaltet nicht nur die Inventur, sondern auch die Planung für eine nachhaltige Bewirtschaftung und die Ermittlung des Hiebsatzes“, erläuterte Nowak. Er hofft, dass die Erlöse aus dem Holzverkauf die Bewirtschaftungskosten nicht nur decken, sondern dass auch für die Stadtkasse etwas übrig bleibt.

Hinweise

Während des Holzeinschlags im östlichen Stadtwald von Fürstenberg empfiehlt Steffen Nowak jedem Waldbesucher, einen Abstand von mindestens 50 Metern zu den arbeitenden Forstmaschinen einzuhalten. Erst vier Wochen nach Beendigung der Arbeiten ist ein Betreten des Waldes ohne erhöhtes Risiko wieder möglich.
Das Besteigen der in Polter aufgeschichteten Baumstämme stellt eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar, deshalb sollte es niemand auch nur versuchen.
Nach Beendigung der Waldpflege wird eine beträchtliche Menge Holz liegen geblieben sein, die nicht von der Industrie verwertet werden kann. Wer Brennholz werben möchte, kann sich in der Stadtverwaltung Fürstenberg, Markt 1, melden.
Zur Verfügung steht sowohl für Industrie als auch Bevölkerung vorwiegend Kiefernholz.

Fürstenbergs rund 400 Hektar großer Stadtwald ist kein geschlossenes Gebiet. In allen möglichen Himmelsrichtungen gibt’s mal da und dort ein Stück. Der Havelpark gehört ebenso dazu wie Lug ins Land oder Wald bei Tiefenbrunn. „Gerade dort haben wir jetzt viel für die Verkehrssicherung gemacht, zum Beispiel den Radweg von Fürstenberg in Richtung Neuglobsow freigeschnitten“, berichtete Steffen Nowak.

Der Diplom-Ingenieur für Forstwirtschaft stellt sein Wissen und seine Erfahrungen aber nicht nur Fürstenberg zur Verfügung. Als Referent des Vereins Waldbauernschule Brandenburg hilft er den Waldbesitzern, richtig zu wirtschaften und dabei die vielen Funktionen des Waldes im Gleichgewicht zu halten. Bedarf ist reichlich. Immerhin gibt es in Brandenburg rund 100.000 Waldbesitzer.

Von Anke Dworek

Oberhavel Drei Bänder zu Füßen der Hochhäuser an der Fontanestraße - „Tag der offenen Baustelle" in Hennigsdorf

Bagger türmen Erdhaufen auf, Pflasterer legen Wege an, dazwischen werden junge Bäume gepflanzt. Zwischen den Hochhäusern an der Fontanestraße ist die Neugestaltung der Freiflächen in vollem Gange. Um zu zeigen, was sich dort tut, haben die Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) und die Stadtverwaltung zu einem „Tag der offenen Baustelle“ eingeladen.

20.10.2014
Oberhavel In Glienicke sind die ersten Stolpersteine verlegt worden - Messing erinnert an die Liebermanns

Am Montag hat der Künstler Gunter Demnig fünf Stolpersteine in den Bürgersteig an der Tschaikowskystraße 1 in Glienicke eingelassen: für Martha, Ernst, Ingeborg, Hannelore und Max Moritz Liebermann. Alle fünf sind 1943 im Vernichtungslager Treblinka ermordet worden.

20.10.2014
Polizei Oberhavel: Polizeibericht vom 20. Oktober - Nachbarschaftsstreit eskaliert

+++ Bötzow: Kinderpornografisches Material nach Nachbarschaftsstreit sichergestellt +++ Hohen Neuendorf: 18-Jähriger flieht vor Verkehrskontrolle +++ Velten: Auto gerät während der Fahrt in Brand +++ Oranienburg: Angeln ohne Aufsicht +++ Fürstenberg: 29-jähriger Autofahrer lässt Wagen mitten auf der Straße stehen +++ 

20.10.2014