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Oberhavel Der Hörspielproduzent
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09:14 26.08.2017
Matthias Arnold hat inzwischen vier CDs um die Erlebnisse des schlauen Löwen Leo und seine Abenteuermaschine herausgebracht. Quelle: Helge Treichel
Oranienburg

Alles begann mit drei Handpuppen: dem Löwen Leo, dem Elefanten Tolstoi und der Giraffe Lisa. Leo erzählte jeden Abend am Bett eine Geschichte. Zum Beispiel, was er so mit den Dinosauriern erlebt hat. Hinter Leo steckte Matthias Arnold auf der Bettkante und der Junge, der einschlafen sollte, war sein heute fünfjähriger Sohn Tobias. „Anfangs habe ich das für einen Youtube Channel gemacht, jetzt habe ich die Geschichten aufgeschrieben und vertone sie.“ Im Sommer 2016 hat der 38-jährige Oranienburger die erste von inzwischen vier CDs der Reihe „Leo und die Abenteuermaschine“ her­ausgebracht um den wissbegierigen kleine Leo. Das geht, weil Matthias Arnold ein Tonstudio mit Schnittplatz zu Hause hat. In seiner Freizeit bastelt er an seinen Kinder-Hörspielen.

Matthias Arnold stammt aus Marienberg im Erzgebirge. Der Vater war 19 Jahre auf Montage, irgendwann hatte es die Familie satt und sagte: Wir ziehen dorthin, wo du bist. Es ging nach Berlin und schließlich nach Hohen Neuendorf. So sei er hier gelandet, erzählt er.

Als Kind wollte er unbedingt Regisseur werden, das faszinierte ihn. Und als klar war, dass es nach Berlin ging, machte er natürlich in Babelsberg seine Ausbildung. Nach dem Studium arbeitete er bei Oberhavel-TV, wurde Cutter und Kameramann, eine Schule, die er nicht missen möchte. Dann war er mehrere Jahre Chef-Cutter einer Redaktion, die für ARD, SAT 1, Pro 7 oder das ZDF Serien wie „Brisant“, „Vera am Mittag“ oder „Peter Imhof“ zusammenstellt. Da war er Mitte 20 und „es war ein tolle Zeit“. Später hat er in Neuseeland seine Frau besucht, die dort ein Jahr gearbeitet hat, und dort geheiratet. Das liegt jetzt zwölf Jahre zurück. Die studierte Landwirtin arbeitet als Leiterin der Tierproduktion der Agrar GmbH in Kraatz. Arnold lebt mit seiner Frau Stephanie und den Söhnen Tobias (5) und Elias (2) in Oranienburg.

Als 2001, nach den Anschlägen in New York auf das World Trade Center, die Medienbranche wegbrach, „war das auch für mich ein Wendepunkt, um mich neu zu orientieren.“ 2010 machte sich Arnold selbstständig. Als Cutter. Ob für „Rosins Restaurants“, „Mein Kind, dein Kind“ oder „Mein schrecklich schöner Körper“ – er schneidet das Rohmaterial zu 90-minütigen Sendungen zusammen, unterlegt sie mit Musik. Eine Materialschlacht: Das Ausgangsmaterial sei das 20-fache von dem, was über den Sender geht. In 90 Minuten stecken 20 Tage Arbeit.

Und doch sitzt er abends noch leidenschaftlich an seinen Kinder-Hörspielen, die ihm vorerst noch gar nichts einbringen. Ob Irina von Bentheim oder Charles Rettinghaus – bis zu zwölf Schauspieler und Sprecher arbeiten für ihn pro CD. „Ich sagt dann immer: Ich habe kein Geld, aber habt ihr Lust?“, sagt Arnold und lacht. Anders als im TV müsse alles gut hörbar sein und durch Geräusche unterlegt: „Jede Jacke muss man rascheln hören.“ Dabei spiele er 20 Prozent der Sounds selbst ein, 80 könne man in Datenbanken kaufen. „Das ist einfach eine Zeitfrage.“

Sohn Tobias kennt die Geschichten längst auswendig, ist sein größter Kritiker. Mit Jennifer Scharf hat Arnold eine tolle Zeichnerin gewonnen für seine Figuren auf dem Cover. Denn Leo ist in seinen Geschichten mit bekannten Menschen der Weltgeschichte unterwegs, ob dem achtjährigen Mozart, mit Meeresforscher Jacques Cousteau, mit Benjamin Franklin oder den Eskimos. CD vier bis sieben sind schon produziert. Hier geht es um Einstein, um eine Reise zum Mond mit Apollo 11, Leo reist zu den Indianern und geht auf Schnitzeljagd. Natürlich endet alles mit einem „Cliffhanger“, schließlich sollen alle schön neugierig bleiben. Auch ein Leo-Buch hat der 38-Jährige in Arbeit und hofft, „dass es zum Jahresende fertig ist“.

Der geschichtsinteressierte Oranienburger ist überzeugt: „Wenn wir das Heute verstehen wollen, müssen wir die Geschichte kennen. Ob in der Medizin oder der Politik.“ Er bewundere vor allem Wissenschaftler, die für ihre Forschungen viel gewagt haben. Seine CDs sind etwas für wissbegierige Kinder. „Kinder sind wie ein leeres Glas, womit wir sie befüllen, das liegt an uns. Es sollte etwas Gutes ein.“

Die MAZ vergibt am Montag, 28. August, ab 14 Uhr vier CDs unter 03301/59 45 56.

Von Heike Bergt

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