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Oberhavel Dialog statt Kamera
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16:45 11.03.2018
Marco Paetzel findet Streetworker sinnvoller als Kamera-Attrappen. Quelle: Helge Treichel
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Velten

Wann immer Entscheider eine Maßnahme aus der Hüfte schießen, nennt man das Aktionismus. Genau das ist in Velten passiert. Sicher, das Problem war dringlich. Mehrmals flog der Briefkasten vor dem Rathaus in die Luft, auch lag immer wieder Müll herum. Es gab auch Probleme mit Graffiti-Schmierereien auf dem Rathausplatz. Und so hatte ein Mitarbeiter der Verwaltung die Idee, eine Kamera-Attrappe zu installieren, um die Vandalen abzuschrecken. Leider, ohne die Gesetzeslage zu prüfen. Solche Kameras, auch Attrappen, sind nämlich im öffentlichen Raum nicht zulässig. Die neue Idee ist viel besser: Streetworker sollen vor dem Rathaus aktiv werden, mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen. Wenn sich die Täter tatsächlich unter den Teenagern befinden, könnte diese Maßnahme Früchte tragen. Die Streetworker kennen ihre Pappenheimer, haben einen guten Stand bei Veltens Jugend. Wenn also jemand das Problem lösen kann, dann sie. Da fragt man sich: Warum denn nicht gleich so, liebe Stadtverwaltung?

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Von Marco Paetzel

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