Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Die Feuerwehr als Türöffner
Lokales Oberhavel Die Feuerwehr als Türöffner
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:51 27.02.2018
Stadtbrandmeister Frank „Charly“ Dobratz eröffnete die Versammlung. Quelle: Foto: Robert Roeske
Anzeige
Hennigsdorf

Genau 386 Einsätze musste die Hennigsdorfer Feuerwehr im vergangenen Jahr absolvieren und war rund 6550 Stunden im Einsatz. Das seien 128 Einsätze mehr als noch im Jahr davor – verantwortlich dafür seien vor allem die Regenereignisse und Stürme des vergangenen Jahres, erklärte Hennigsdorfs Stadtbrandmeister Frank Dobratz. Er begrüßte die Kameraden und den neuen Bürgermeister Thomas Günther am Donnerstagabend zur alljährlichen Jahreshauptversammlung in der Feuerwache.

Ein trauriger Trend: Die Wehr muss immer öfter zu Türöffnungen ausrücken. „Das ist vor allem dem demographischen Wandel geschuldet. Plätze in Pflegeheimen sind rar und die Leute bleiben so lange wie möglich in der eigenen Wohnung“, erklärt Dobratz. Wenn es dann medizinische Notfälle gibt, muss die Wehr den Rettungskräften die Tür öffnen. „Wir sind dabei möglichst vorsichtig und wollen so wenig Schaden wie möglich anrichten“, erklärt Frank Dobratz. Ein anderer Fakt: 73 Prozent der Einsätze fanden zwischen 6 und 18 Uhr statt, wenn viele Kameraden auf der Arbeit sind. „Zum Glück haben wir hier vier hauptamtliche Mitarbeiter. Auf Dauer bräuchten wir aber sicherlich noch mehr davon“, erklärte Frank Dobratz.

Anzeige

Die Personalentwicklung selbst ist aber positiv: 70 aktive Mitglieder gibt es, im vergangenen Jahr ist die Wehr um vier Leute gewachsen. Allein drei Mitglieder kamen aus der Jugendwehr hoch, erklärte Frank Dobratz. Verantwortlich dafür sei nicht zuletzt die erfolgreiche Werbekampagne, mit der die Feuerwehr in der Stadt und im Internet für sich wirbt.

Der neue Bürgermeister Thomas Günther, seit Jahren Mitglied im Feuerwehrförderverein, richtete ebenfalls ein paar Worte an die Kameraden. Er sei stolz darauf, eine solche Truppe zu haben, erklärte Günther. Auch der Förderverein selbst ließ sich nicht lumpen und spendierte einen 65-Zoll-Fernseher und eine Spielekonsole für die Lounge der Wehr.

Von Marco Paetzel