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Oberhavel Die Kinder sind die Nummer Eins
Lokales Oberhavel Die Kinder sind die Nummer Eins
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17:34 28.07.2017
Enrico Rossius (M.) hat sein Wahlprogramm vorgestellt. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

„Ich mache ernsthaft und leidenschaftlich Politik. Sage meine Meinung und lerne auch gern dazu. Deshalb passt mein Wahlprogramm wohl auch nicht auf einen kleinen Flyer“, begründet Enrico Rossius mit einem Schmunzeln. Seit Wahlprogramm liegt seit Freitag im mehrfach ausklappbaren Flyer vor und ist natürlich online. Unrealistische Versprechen enthalte es nicht, „sondern das, was linke Kommunalpolitik seit Jahren ausmacht: Einen kritischer Blick auf die Problem der Stadt und wie man sie lösen kann. Alle meine Ziele sind umsetzbar.“ Und das möchte Rossius als Bürgermeister „zusammen mit den Stadtverordneten und den Bürgern“ stemmen.

Enrico Rossius (40) engagiert sich seit 20 Jahren in der Lokalpolitik. Ist seit 2005 Mitglied der Linken. Was ihn antreibt, zu kandidieren, schreibt er auf seinem Flugblatt. Aber vor allem, wo er als Bürgermeister Prioritäten setzten würde: Der Bau von Kitas und Schulen steht für ihn an erster Stelle – „das ist aktuell die größte Herausforderung“ der Stadt. Die möchte er gezielt weiterentwickeln, „Woba und OWG an den Tisch holen“, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, auch in den Ortsteilen. In der City soll zwischen Lehnitzstraße und Stralsunder Straße eine autofreie Flaniermeile entstehen, der Lehnitzsee soll ein attraktives Strandbad bekommen und das Ufer für jedermann begehbar sein.

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In Sachen Verkehrsentwicklung spricht er sich für die einjährige Probephase für Tempo 30 in der Stadt aus, sagt aber Nein zu einer Brücke zwischen Walther-Bothe-Straße und Lindenring, „weil sie ein Wohngebiet zerschneidet und Schulkinder gefährdet“.

Und er möchte mehr Demokratie wagen, „ein großes Stück mehr Mitbestimmung, um mehr Akzeptanz für städtische Vorhaben zu erreichen, ob über Bürgerentscheide oder Einwohnerversammlung. Hier sieht er großen Handlungsbedarf.

Das traditionelle Familienfest am Sonnabend, 12. August, am Lehnitzsee ist Wahlkampfstart der Linken. „Ab da sind wir in der Stadt dann unübersehbar“, so der Oranienburger.

Von Heike Bergt