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Oberhavel „Die Pflicht, den Norden zu stärken“
Lokales Oberhavel „Die Pflicht, den Norden zu stärken“
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19:40 24.09.2018
Utensilien des Katastrophenschutzes.
Utensilien des Katastrophenschutzes. Quelle: Stefan Blumberg
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Oranienburg/Gransee

Der Neubau des Technik- und Ausbildungszentrums für den Brand- und Katastrophenschutz in Oberhavel bleibt Gesprächsthema. Am Montagabend platzierte CDU-Kreistagsmitglied Olaf Bechert die Standortdiskussion (mit Zustimmung der Ausschussmitglieder) in den Wirtschaftsausschuss. Der ist für diese Angelegenheit eigentlich gar nicht zuständig. „Ich würde es trotzdem hier besprechen wollen.“ Ihm liegt daran, dass alle Fraktionen möglichst umfassend informiert sind und sich ein Bild von der Situation machen können, bevor der Kreistag am 10. Oktober 2018 darüber entscheidet.

Olaf Bechert brachte erneut sein Unverständnis über die augenscheinliche Kehrtwende in der Standortdiskussion zum Ausdruck, in der sich eine Mehrheit pro Oranienburg und weg von Gransee abzeichnet – auf Druck der Feuerwehren aus dem Südkreis (MAZ berichtete). Er könne das unter anderem deshalb nicht nachvollziehen, da damit eine zeitliche Verzögerung einhergehe. Dabei hätten die Feuerwehrleute vorher gefordert, „dass schnellstens ein Neubau“ her müsse. In Gransee gebe es alle Voraussetzungen, inklusive Baurecht, in Oranienburg müsse dieses Baurecht erst geschaffen werden. „Ich möchte den Abzug von der Wirtschaft aus Gransee nicht.“

Uwe Klein (SPD) stellte die Frage, ob so eine Einrichtung „in der Mitte des Kreises“ nicht Sinn mache. Ausschussvorsitzender Peter Ligner (Linke) ist es „nicht schlüssig, dass wenige Monate nach dem Beschluss des Kreistages für Gransee“ es jetzt plötzlich heißt, „dass es in Gransee nicht geht“. Er wolle keinen Schnellschuss. Bei der ganzen Diskussion sei ihm aufgefallen, dass der Landkreis immer noch kein homogener Landkreis sei. Auch Werner Lindenberg (BVB/Freie Wähler) fehle die Schlüssigkeit in der Diskussion. „Welche Standorte wurden untersucht? Wurden Vergleiche gezogen? Wir haben die politische Entscheidung für den Nordkreis immer wahrgenommen. Ich denke an das Krankenhaus Gransee oder an den Ziegeleipark Mildenberg. Wir haben weiter die Pflicht, den Norden zu stärken.“ Judith Brandt (SPD/LGU) plädierte dafür, dass der Standort dort von Vorteil wäre, wo die meisten Einsätze gefahren würden. „Das Zentrum sollte gut erreichbar sein.“ Für den Standort im Norden sprach sich Ralf Wunderlich (Linke) aus, „wobei wir die Nutzer in der Planung des Standortes berücksichtigen sollten“. Für Uwe Klein sei es wichtig, welche Anreize für die Ansiedlung von Unternehmen im Norden geschaffen werden.

Von Stefan Blumberg

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