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Oberhavel Das Scheunenviertel feiert
Lokales Oberhavel Das Scheunenviertel feiert
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18:14 28.07.2019
Das Duo Ulf und Jannik eröffnete mit Liedern zur Gitarren die Bühnenshow zu Feuer & Flamme in Kremmen. Quelle: Foto: Robert Roeske
Kremmen

Auf 25 Jahre seines Bestehens blickt der Verein Scheunenviertel Kremmen zurück. Oben in der Museumsscheune erinnerten sich die Gründer am Buffet an den April 1995, als man sich daran setzte, ein Nutzungskonzept für die teils vom Einsturz bedrohten Scheunen zu erarbeiten. Nach der Sanierung der verfallenen Speicher neben der Nauener Straße um den Mertenpfuhl und mit dem Einzug von Kunsthandwerkern, Handel, Gastronomie und Kultur wurde die Lagerhaussiedlung längst nicht nur zu einem Zentrum von Kremmen, sondern ein überregionaler Anziehungspunkt.

Unten gab es zur selben Zeit die Veranstaltung Feuer und Flamme für Kremmen, die vor etwa sieben Jahren aus dem Theatersommer der Theaterscheune von Andreas Dalibor hervorging. Letztes Jahr musste der Initiator pausieren und damit auch das Ereignis. Es wird zwar von mehreren Personen getragen, aber ohne den Vater von Feuer und Flamme fehlte der Organisator. Der hatt nun wieder einmal mit seinen drei Mitstreitern und ganz vielen ehrenamtlichen Helfern abermals gezeigt, wie Kremmen feiert.

Trödelmarkt hatte tags wenige Besucher

Zwar war der Start etwas ruhig – sogar die Bikergruppen, die sonst in der Restaurantscheune Um’s Luch sitzen, machten sich rar. Enttäuschung zuerst auch bei den etwa 20 privaten Trödlern. „Sehr schleppend“ würden die Geschäfte laufen, sagt Rita Bühnemann aus Kremmen. „Sag’ doch gleich Totentanz“, wirft ihre Tochter Diana ein. Andreas Neugebauer aus Schwante dagegen zeigte sich verhalten zufrieden: „Ein bisschen läuft schon.“

Aber am Nachmittag füllten sich langsam die Wege zwischen den Scheunen. Insbesondere Kinder freuten sich über die Angebote von Kinder Kunst. Tanja Klimsa filzte mit Meila (5) und ihrer Cousine Mirja (8) kleine Schalen aus rosa und grüner Wolle, die aussehen wie kleine Glockenblumen. „Sie sind schon eine halbe Stunde dabei“, lobt die Filzerin die Ausdauer der Kinder. In einem großen Zelt falteten Groß und Klein Origami-Tiere oder schminkten sich Kinder unter Anleitung des örtlichen Schulfördervereins. Ralf Grage war von seinem Pferdehof Groß-Ziethen mit Ziegen gekommen, die vor allem von Mädchen gestreichelt wurden.

Konzert bis nach Mitternacht

Ralf Grage, ein Lebenskünstler mit vielen Talenten, kann auch berichten, wie Feuer und Flamme zu seiner großen Open-Air-Bühne kam. Aus einem alten Tieflader haben er und weitere Mitstreiter sie erbaut. „Alle haben uns damals ausgelacht“, erinnert er sich. Jedoch kann sich das Ergebnis sehen lassen und mit der professionellen Lichtanlage obenauf ist der überdachten Open-Air-Spielstätte ihre Vergangenheit nicht mehr anzusehen.

Noch am frühen Nachmittag war Andreas Dalibor etwas bange, ob er seine Kosten durch Bier und Würstchenverkauf decken kann. Aber mit dem Auftritt der Liedermacher Ulf und Jannik füllte sich die Festwiese. Das Quartett Joe and the Booze Machine begeisterte mit teils ungewöhnlich interpretierten Pop-Covern.

Zu Jubel riss Andreas Dalibors Truppe, Dalibors Roadshow, mit witziger Liedern und ulkigen Verkleidungen die Zuschauer auf der inzwischen voll besetzten Festwiese hin. Das Publikum forderte Zugaben. So endete der Auftritt der Stones-Coverband Get Stoned weit nach Mitternacht.

Wegen der Trockenheit gab es kein Lagerfeuer und kein Feuerwerk. Aber auch so sei am Ende kein Tropfen Bier und keine Grillwurst mehr übrig geblieben, freut sich Dalibor über den Erfolg, und dass die Kremmener fast keinen Müll hinterlassen hätten.

Von Matthias Busse

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