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Oberhavel Diskussion um mögliche Solarfelder
Lokales Oberhavel Diskussion um mögliche Solarfelder
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12:15 18.01.2018
Solarfeld – Symbolfoto Quelle: dpa
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Sommerfeld

Am Sommerfelder Ortsrand könnten zwei neue Solarfelder entstehen. Zumindest gibt es eine Anfrage eines Investors aus Hamburg, teilte Ortsvorsteher Jürgen Kurth (UWG/LGU) mit. Sie könnten südlich des Bahnhofs Beetz-Sommerfeld auf der rechten und linken Seite der Bahnstrecke entstehen.

Die Mitglieder des Ortsbeirates haben am Dienstagabend unentschieden abgestimmt. Volker Hiersemann (SPD) und Uwe Fritz (UWG/LGU) waren dagegen. Reiner Tietz (Linke) und Jürgen Kurth stimmten dafür – letzterer aber mit Bauchschmerzen, wie er betonte. Durch die Stimmengleichheit gilt das Projekt als durch den Ortsbeirat abgelehnt.

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Sebastian Partzsch, der Vorsitzende des Kremmener Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch, wies darauf hin, dass die Fläche westlich der Bahnschienen bereits zum geschützten Luchgebiet zählt. Bei Nebellagen und bei Regen bestehe zudem bei den Kranichen ein Kollisionsrisiko, weil die Solarmodule bei solchen Wetterlagen von den Vögeln mit Wasserflächen verwechselt werden könnten.

Reiner Tietz mahnte an, man müsse weg von der Kohle- und Atomstromgewinnung. Er kritisierte die ablehnende Haltung seiner Ortsbeiratskollegen. Uwe Fritz sagte, dass sich stattdessen auch die Sommerfelder selbst überlegen könnten, Solarmodule auf ihren Dächern zu installieren.

Nun solle abgewartet werden, ob der mögliche Investor das Projekt weiterhin plant und sich damit auch offiziell an die Stadt Kremmen wendet.

Von Robert Tiesler

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